2K-Silikon Ottocoll S 81 für das geklebte RC2- und RC3-Fenster Kleben Sie auf Nummer sicher

Das Geschäft mit einbruchhemmenden Elementen boomt. Mit dem 2K-Silikon Ottocoll S 81 von Otto-Chemie verkleben Fensterhersteller das Isolierglas sicher mit dem Flügel, auch auf beschichtetem Holz – was das Produkt kann, lesen Sie im exklusiven GFF-Produkttest.

Glasanbindung mit Ottocoll S 81: Sein neues PVC-Fenstersystem Elegante X – hier in der Ausführung als Stulpfenster – ließ Wies Fensterbau erfolgreich in der Widerstandsklasse RC2 testen. - © Wies Fensterbau

Mit dem 2K-Spezialsilikon Ottocoll S 81 hat Otto-Chemie einen Kleb- und Dichtstoff entwickelt, den Fensterhersteller einsetzen, um die Isolierglaseinheit in Fensterflügel aus Holz, PVC oder Aluminium zu kleben. Durch die Klebetechnik profitieren Fensterhersteller nicht nur von schlankeren Rahmen und größeren Abmessungen, sie verbessern die Einbruchhemmung ihrer Elemente. Mit Ottocoll S 81 geklebte Fensterkonstruktionen halten auf dem Prüfstand den Anforderungen der Widerstandsklassen RC2 und RC3 gemäß DIN EN 1627 bis 1630 stand. Natürlich sei es möglich, einbruchhemmende Elemente auch ohne Klebetechnik herzustellen, sagt Günther Weinbacher, Schulungsmanager bei Otto-Chemie, im Gespräch mit GFF. Der Aufwand in der Fertigung sei allerdings höher. „Mit der Klebetechnik haben es Fensterbauer einfacher, ihr Produkt zügig und schnell prüfen zu lassen“, sagt der Fachmann.

Eine Besonderheit bringt Ottocoll S 81 für die Hersteller von Holzfenstern mit sich. Otto-Chemie zählt – neben Remmers und Lohmann – zu den Projektpartnern, mit denen das ift Rosenheim im neuen, ergänzenden Teil 5 der ift-Richtlinie VE-08/4 ein konkretes Verfahren für die Klebung beschichteter Holzoberflächen beschrieben hat.

Auf beschichtetem Holz kleben

Bisher war eine Klebung in diesen Elementen aufgrund der Materialunterschiede und der großen Vielfalt der Oberflächenbeschichtungen nur auf unbehandelten Holzoberflächen möglich – mit Auswirkungen auf die Fertigung: Das Prozedere sah das Abkleben des Glasfalzes oder das Abfräsen der Beschichtung vor.

Nun ist alles anders: Für die Produkt-Kombi der genannten Unternehmen, bestehend aus Beschichtung und Klebstoff bzw. Klebeband, liegt der Prüfnachweis vor, dass sich damit dauerhaft gebrauchstauglich geklebte Holzfenster herstellen lassen. „Mit dem Nachweis bieten wir dem Verarbeiter die Möglichkeit, geklebte Verglasungen in beschichtetes Holz sicher und sauber einzubringen“, sagt Weinbacher. Die systematische Klebung auf beschichteten Holzoberflächen verbessert nach seinen Angaben den Fertigungsprozess. Das zertifizierte Zusammenwirken von Klebe- und Beschichtungssystem bringe eine erhebliche Zeitersparnis. Otto-Chemie und die Projektpartner haben dieses Potenzial erkannt und sich durch die Systemprüfungen im Vergleich zu anderen Lack- und Klebeherstellern in eine Pole Position gebracht. „Andere Unternehmen müssen erst den Nachweis erbringen, dass ihre Produkte als Systemkomponenten funktionieren. Das braucht Zeit“, sagt Weinbacher.

Ein Produkt für alle Rahmen

Auch bei der Anwendung von Ottocoll S 81 auf PVC- und Alu-Profilen spielt die Haftung auf dem Untergrund sowie die Verträglichkeit mit anderen Komponenten, wie z.B. dem Randverbund des Isolierglases, eine wesentliche Rolle. „Der Verarbeiter braucht ein durchgeprüftes System, damit es später nicht zu Schäden kommt“, sagt Weinbacher. Bei Fragen stehe Otto-Chemie dem Fensterbauer mit Rat und Tat zur Seite – damit dieser von den Vorteilen der Scheibenklebung mit Ottocoll S 81 profitieren kann. Dazu gehören auch die verminderte Glasbruchgefahr aufgrund der elastischen Eigenschaften des Silikons, die hohe Stabilität der Klebung aufgrund des hohen Dehnspannungswerts des Kleb- und Dichtstoffs sowie die schnelle Aushärtung des Materials – auch bei hohen Schichtdicken – für eine zügige Weiterverarbeitung.

Welche Erfahrungen die von GFF beauftragten Referenzbetriebe Fensterbau Leopold (Holzfenster), Wies Fensterbau und Th.Zink Fenster und Türen (beide PVC-Fenster) sowie der Fachhändler Gyso mit Ottocoll S 81 gesammelt haben, lesen Sie auf den folgenden Seiten.