Insolvenz Investorensuche bei Metallbau Korsche dauert an

Der Geschäftsbetrieb an den Standorten des Unternehmens in Weiden in der Oberpfalz und im sächsischen Zschopau läuft aktuell weiter. Allerdings reichten die aktuellen Aufträge nicht für eine wirtschaftliche Fortführung aus eigener Kraft ab dem 1. April aus, teilt der Insolvenzverwalter mit.

© Foto: Metallbau Korsche

Bestehende Projekte und Aufträge werden gefertigt und montiert, und viele Kunden haben signalisiert, dass sie auch künftig mit Metallbau Korsche zusammenarbeiten wolltenzitat, sagt Volker Böhm von Schultze & Braun, der vorläufige Insolvenzverwalter.

Zeit drängt

Allerdings reichten die aktuellen Aufträge nicht für eine wirtschaftliche Fortführung aus eigener Kraft ab dem 1. April aus. zitatDer Einstieg eines Investors, der auch neue Aufträge mitbringt, ist daher notwendig, um den Geschäftsbetrieb des Unternehmens über den 31. März hinaus wirtschaftlich fortführen zu könnenzitat, sagt Böhm.

Zu diesem Datum läuft das sogenannte Insolvenzgeld aus, und das Unternehmen muss die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden wieder aus dem laufenden Betrieb erwirtschaften.

Investorenprozess bereits kurz nach dem Insolvenzantrag gestartet

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat bereits kurz nach dem Insolvenzantrag einen Investorenprozess gestartet und führt Gespräche mit Interessenten. Das Marktumfeld im Bau- und Immobilienbereich ist derzeit angesichts der steigenden Zinsen und Preise für Materialien und Rohstoffe angespannt.

Rund 100 Mitarbeiter

Deshalb konnten nicht so viele neue Projekte und Aufträge gewonnen werden, wie für eine wirtschaftliche Fortführung aus eigener Kraft notwendig wären, heißt es. Gleichwohl sei trotz der herausfordernden Situation mit einem Einstieg eines Investoren weiterhin eine Fortführungslösung für Metallbau Korsche möglich.

Die rund 100 Mitarbeiter in Weiden und am Standort im sächsischen Zschopau sind über die aktuelle Situation informiert.