Der Fenster- und Türenhersteller aus Österreich hat 2025 in Deutschland mehr Bauelemente verkauft als im Jahr davor, die Absatzmenge stieg um 1,8 Prozent. Beim Gesamtumsatz musste Internorm International einen Rückgang um minus 5,5 Prozent auf 407 Mio. Euro hinnehmen, bedingt durch die schwache Nachfrage in Österreich und Italien.

Nachdem die Bundesregierung in Wien die Förderung thermischer und energetischer Maßnahmen im Rahmen der Sanierungsoffensive Ende 2024 auslaufen ließ und die Wiederaufnahme Anfang 2026 binnen weniger Wochen abrupt stoppte und nur noch Heizungsanlagen fördert, musste Internorm 2025 im Heimatmarkt einen Rückgang von minus 3,3 Prozent bei der Absatzmenge verbuchen.
In Italien ging der Markt noch drastischer zurück, hier sank die Absatzmenge um minus 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Leichte Zuwächse brachte Internorm das Geschäft in der Schweiz (+0,8%), Osteuropa (+1,2%), Frankreich (+0,1%) sowie Großbritannien (+3%).
"In Summe ging die Absatzmenge 2025 um minus 3,1 Prozent im Vergleich zu 2024 zurück", sagte Johann Brandstetter, Johann Brandstetter, Geschäftsführer Vertrieb AT, DE und CH der Internorm International, heute bei der Vorstellung der Geschäftszahlen in Linz.
Der Auftragseingang sank um minus 2,3 Prozent auf 413 Mio. Euro. Damit bewegte sich 2025 der Auftragseingang im Gesamtjahr mit einem Volumen von rund 400 Mio Euro im ähnlichen Rahmen wie bereits 2024.
In Deutschland erreichte Internorm im Neubau einen prozentualen Anteil von 40 Prozent (24: 36%), 60 Prozent (24: 64%) entfielen auf Sanierungsvorhaben.
90 Prozent der Anteile (24: 93%) entfielen auf private Bauvorhaben in Deutschland, die restlichen zehn Prozent (24: 7%) auf das Objektgeschäft.
Ausblick auf 2026 und 2027
"Im Neubau rechnen wir in unseren Kernländern mit einer weiteren leichten Erholung", sagte Brandstetter. "Der Wunsch zum Eigenheim bzw. Eigentum bleibt hoch."
Zubauten, Aufstockungen und Wohnungserweiterungen nehmen nach seinen Worten weiterhin zu. Gleichwohl blieben die Endkunden kostensensibel in Bezug auf Werkstoff, Ausführung und Preis.
Im Sanierungsmarkt erwarte er keine gravierende Veränderung. Aktuelle Fördermodelle bieten derzeit in den Märkten mit Internorm-Präsenz zu wenig bzw. keinen Anreiz, so Brandstetter.
Mit Blick auf 2027 sagte er: "Der Bedarf an Wohnungen steigt Jahr für Jahr - der Nachholbedarf wird kommen."