Drei Partner, ein System Intelligente Sonnenschutzzarge für den Fassadenbau

Folgner, Maxit und Somfy haben eine gewerkeübergreifende Systemlösung für den energetischen Fassadenbau entwickelt. Wie die intelligente Sonnenschutzzarge die Schnittstelle zwischen Fenster, Fassade und Sonnenschutz revolutionieren soll, lesen Sie in diesem Beitrag.

Die intelligente Sonnenschutzzarge soll die Schnittstelle zwischen Fenster, Fassade und Sonnenschutz als gewerkübergreifende Drei-in-eins-Lösung mit optimal abgestimmten Anschlüssen. - © Folgner

Modulares Bauen und serielle Sanierung gewinnen im Fassadenbau an Bedeutung, denn gewerkeübergreifende Systemlösungen vereinfachen Planung und Ausführung. Vor diesem Hintergrund haben Folgner, Maxit und Somfy nun gemeinsam eine intelligente Sonnenschutzzarge als integrierte Lösung im Rahmen von Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS/iWDVS) entwickelt. Das Ziel der Kooperation: durch gebündeltes Know-how eine Lösung schaffen, die Schnittstellenprobleme beim Fensteranschluss löst und gleichzeitig hohe Qualität sichert.

"Aktuell entstehen viele neue Ansätze mit modularen Systemen und Komplettlösungen rund um das Fenster. Wir haben mit der intelligenten Sonnenschutzzarge die Herangehensweise neu gedacht und setzen auf die Expertiese unserer Systempartner im Bereich Fassade", sagt Folgner-Geschäftsführer Sebastian Folgner.

Montagefertiges System mit geklärten Anschlussdetails

Die intelligente Sonnenschutzzarge ist ein montagefertiges System und besteht aus einer Zarge sowie einem integrierten, motorisierten Sonnenschutz. Maxit fertigt die Zarge passgenau, so dass Verarbeiter sie einfach auf das Systemfenster aufstecken. Das Sonnenschutzmodul von Folgner, eine neu entwickelte Schachtlösung des Unternehmens, schieben sie anschließend in die Zarge ein. Es enthält bereits die Somfy-Steuerung – mit solarbetriebenen Motoren entfallen Elektroarbeiten komplett. Die Zarge bietet somit eine vollständig abgestimmte Systemlösung rund um die Fensteröffnung – inklusive geklärter Anschlussdetails und mit nur einem einzigen Aufmaß. Planungs- und Ausführungsrisiken reduzieren sich dadurch.

Als WDVS-Hersteller bringt Maxit das Thema außen liegender Sonnenschutz frühzeitig in den Planungsprozess ein und berät Architekten bereits in der Entwurfsphase. Folgner liefert daraufhin das passende Sonnenschutzprodukt samt Automatisierungs- und Steuerungslösungen von Somfy. Bei den Sonnenschutzprodukten stehen vom Zip-Screen über Forsa-Raffstores bis hin zum Rollladen alle Folgner-Produkte zur Auswahl. So sei eine Vielzahl individuell kombinierbarer Lösungen möglich.

Vorteile für Verarbeiter und Bauherren

Die gewerkeübergreifende Lösung, die sich für Neubau und Sanierung eignet, bietet nach Herstellerangaben zahlreiche Vorteile: Alle Komponenten stammen aus einer Hand, Schnittstellenprobleme minimieren sich, Montagezeiten verkürzen sich. Gerade bei der Gebäudesanierung sollen Bauherren und Bewohner von kürzeren Gerüststandzeiten, reduzierten Bauzeiten und geringeren Belastungen im laufenden Betrieb profitieren.

Gleichzeitig trage die Lösung zu einer energetisch verbesserten Gebäudehülle bei und erfülle hohe Anforderungen an Ausführungsqualität wie auch an Nachhaltigkeit. So reduziere das System den Einsatz von Aluminium und erzeuge weniger Abfall. Die Konstruktion sei wärmedämmend und in Kombination mit Folgner-Sonnenschutz samt Automatisierung höchst energieeffizient – im Sommer wie im Winter.

Premiere auf der FENSTERBAU FRONTALE

Die neue Systemlösung präsentieren die drei Partner erstmals auf der FENSTERBAU FRONTALE. Zudem haben sie das Produkt für den Innovationspreis angemeldet. Nach Unternehmensangaben ein starkes Signal für die Relevanz integrierter, gewerkeübergreifender Lösungen im nachhaltigen Fassadenbau.

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