So klappt die Montage In neun Schritten zum kompletten Lüftungssystem

Eine Lüftungslösung mit wenig technischem Aufwand für Fensterbauer und viel Komfort für den Kunden: GFF-Online zeigt Schritt für Schritt, wie Fachbetriebe ein Fensterelement mit einem integrierten Lüftungssystem montieren.

Ein Multifunktionsband sorgt für die Abdichtung des Fensters inklusive des Ventra-Lüfters. - © Hautau

„Die wichtigste Vorgabe für uns bei der Entwicklung des Fensterlüfters Ventra war die einfache Verarbeitung für den Fensterbauer“, erläutert Udo Diesmann, der Bereichsleiter Gebäudeautomation bei Hautau. Das Ergebnis sorgt als kompakter Fensterlüfter mit Wärmerückgewinnung in den Räumen für einen ausreichenden Luftaustausch, um dadurch Feuchteschäden und Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Keine zusätzliche Qualifikation

"Jeder Verarbeiter kann Ventra ohne Zusatzqualifikationen aus anderen Gewerken in Fenster aus jedem Rahmenmaterial installieren“, ergänzt Diesmann. Die zweite wichtige Vorgabe erfüllt Ventra laut Diesmann mit einem hohen Wärmebereitstellungsgrad von 86 Prozent: Es entstehen keine unangenehmen Zuglufterscheinungen für den Endkunden am Fenster. Die Stromversorgung für den Fensterlüfter überzeuge mit geringem Verbrauch. „Bei dem normalen Dauerbetrieb auf der Feuchteschutzstufe und bei den aktuellen Strompreisen entstehen pro Lüfter weniger als zehn Euro Kosten pro Jahr“, rechnet Diesmann vor. Für eine typische Wohneinheit von 80 Quadratmeter Fläche genügen drei bis vier Ventra-Lüfter. „Unser Ziel war es, eine Alternative zu zentralen Lüftungssystemen mit Rohrleitungen anzubieten, die in etwa halb so teuer ist“, sagt der Experte. Pro Ventra-Gerät fallen aktuell Unkosten von zirka 1.000 Euro für den Endkunden an.

Geringe Wartungskosten

Die Wartungskosten fallen im Unterschied zu zentralen Lösungen deutlich geringer aus. Pro Jahr müssen in Gegenden mit normaler Luftqualität einmal die Luftfilter und/oder die optionalen Pollenfilter gewechselt werden. Das kann der Nutzer aber selbst erledigen, eine teure Wartung durch eine externe Firma entfällt. Die Wahl der gewünschten Lüftungsstufe erfolgt mit nur einer Taste. Auf Stufe eins ist der Lüfter so leise, dass er auch im Schlafzimmer eingesetzt werden kann. Bei starken Lüftungsanforderungen, etwa im Bad, springt der Lüfter nach einer Stunde von Stufe drei automatisch auf die Feuchteschutzstufe zurück. Ventra eignet sich für den Neubau und die Renovierung sowie für Profiltiefen bis 102 Millimeter mit und ohne Rollladen.

Montage Schritt für Schritt

Schritt 1: Zunächst schrauben Sie das Profil für die Luftführung außen an das Fensterprofil analog zur Rollladenführungsschiene fest. Hautau liefert bei Bedarf eine Lösung für integrierte Rollladenführungsschienen.

Schritt 2: Danach schraubt der Verarbeiter den Ventra-Lüfter mit zwei Schrauben links oder rechts an der Innenseite des Fensterprofils fest und testet die Funktion, am besten bei regulärem Betrieb.

Schritt 3: Auf der Baustelle zeichnen Sie die Einbaumaße nach den Vorgaben der Montageanleitung am Mauerwerk ein und gleichen die Maße mit den Gegebenheiten auf der Baustelle ab.

Schritt 4: Arbeiten Sie mit Flex und händischer Nacharbeit den Wandausbruch für die Montage des Ventra-Lüfters im Mauerwerk heraus und bilden Sie eine Glattstrichebene.

Schritt 5: Anschließend stemmen Sie einen Mauerschlitz für die Zuleitung des 230-Volt-Stromanschlusses zum Lüfter in das Mauerwerk.

Schritt 6: Kurz vor dem Einbau des Fensterelements bringen Sie rundum ein Multifunktionsband für die Abdichtung des Fensters inklusive des Ventra-Lüfters an.

Schritt 7: Nun setzen Sie den vorbereiteten Fensterrahmen in die Laibung, verkeilen ihn, richten ihn aus und verschrauben das gesamte Element wie ein Standard-Fenster.

Schritt 8: Legen Sie das Stromkabel des Lüfters in den Mauerschlitz, schließen Sie den Lüfter mit dem vorinstallierten Stecker an die Stromquelle an und testen Sie die Funktion.

Schritt 9: Entfernen Sie die hochwertige Bedienblende und setzen Sie die mitgelieferte Einputzhilfe auf den Lüfter – nach dem Verputzen bringt der Kunde die richtige Blende an.