Hydro in Dormagen: So funktioniert Alu-Recycling

Besuch bei Hydro in Dormagen: Um die zunehmenden Aluminium-Mengen auch in Zukunft in hochwertiger Qualität recyceln zu können, ist eine sortenreine Sammlung und Aufbereitung erforderlich. - © Wicona

Post-Consumer-Schrott oder auch End-of-Life-Aluminium (EoL): So wird Material bezeichnet, das bereits in einem Produkt verwendet wurde, welches seinen gesamten Lebenszyklus durchlaufen hat. Es stammt z.B. aus Fassaden und Fenstern, die aus Gebäuden demontiert wurden. Diese Profile sind in der Regel eloxiert bzw. lackiert, zudem können sie weitere Komponenten wie eine thermische Trennung enthalten.

Hydro hat einen Sortier- und Aufschlüsselungsprozess entwickelt, der es ermöglicht, End-of-Life-Aluminium in großen Mengen so zu sortieren, dass es wieder zu hochwertigen Aluminiumprofilen verarbeitbar ist. GFF und weitere Besucher hatten gestern auf Einladung von Wicona die Möglichkeit, am Recyclingwerk von Hydro in Dormagen die Prozessschritte live zu erleben: von der ersten Inspektion über das Schreddern, Trennen und Zerkleinern bis hin zum Sortieren.

Die so gewonnenen Alu-Chips werden im weiteren Verlauf der Wertschöpfung geschmolzen und in der richtigen Legierung wieder der Produktion von hochwertigen Aluminiumprofilen zugeführt. Je nach enthaltenem Recycling-Anteil trägt die Legierung den Namen Hydro Circal 75R (mindestens 75 Prozent EoL-Aluminium) oder Hydro Circal 100R (100 Prozent EoL-Aluminium). Bei Hydro wird dieser gesamte Prozess überwacht und fortlaufend von der unabhängigen Prüfstelle DNV-GL zertifiziert.

Den vollständigen Bericht über das Hydro Recycling-Werk in Dormagen lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben.