Homag verzeichnet im ersten Halbjahr 2026 Rückgänge bei Auftragseingang und Umsatz. Warum der Maschinenbauer bei der Ergebnismarge dennoch Grund zur Zuversicht sieht, liegt an gezielten Gegenmaßnahmen.
Die Homag Group mit Sitz in Schopfloch hat im ersten Halbjahr 2026 einen Auftragseingang von 634 Millionen Euro erzielt. Das entspricht einem Rückgang von zirka sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 683 Millionen Euro. "Unverändert spüren wir keine tiefgreifende Erholung der Kundennachfrage", sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Daniel Schmitt. "Der Investitionsstau bei den Möbelherstellern betrifft unsere gesamte Branche." Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni 2026 mit 726 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (734 Millionen Euro).
Umsatz sinkt, Ergebnismarge bleibt stabil
Der Umsatz ging in den ersten sechs Monaten um zirka neun Prozent auf 626 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 687 Millionen Euro). Das EBIT vor Sondereffekten belief sich auf 25,0 Millionen Euro im Vergleich zu 28,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge blieb mit 4,0 Prozent (Vorjahr: 4,1 Prozent) allerdings nahezu konstant – im zweiten Quartal verbesserte sie sich sogar im Vergleich zum Vorjahr.
Schmitt führt die stabile Ergebnismarge auf konsequentes Gegensteuern zurück: "Beim Ergebnis profitieren wir von den bereits umgesetzten Maßnahmen zur Kostenreduzierung und einem bewussten Kostenmanagement." Auch beim Personal hat Homag den Rotstift angesetzt: Die Zahl der Mitarbeitenden sank zum 30. Juni 2026 auf 6.697 – im Vergleich zu 6.928 zum selben Stichtag des Vorjahres.
