Steigende Temperaturen stellen neue Anforderungen an Bauelemente. Max Gugelfuß, Geschäftsführer von Gugelfuss, erklärt im Interview mit GFF, welche technischen Maßnahmen Hitzeschäden verhindern, worauf es bei Montage und Pflege ankommt – und warum die Branche beim Thema resiliente Gebäudehülle noch hinterherhinkt.
GFF: Welche Vorsichtsmaßnahmen nimmt Gugelfuss bei der Herstellung von Fenstern und Türen vor, um das Risiko hitzebedingter Verformungen bzw. Schäden durch intensive Sonneneinstrahlung bzw. Lichtreflektion im Sommer zu verringern?
Max Gugelfuß: Wir verzichten komplett auf Lackierungen bei Kunststofffenstern. Bei Dekorfolien achten wir exakt darauf, dass wir ausschließlich Folien verwenden, die vom Systemgeber geprüft und freigegeben sind. Außerdem stellen wir sicher, dass die Be- und Entlüftung der Profilkammern immer mindestens den Systemvorgaben entspricht. Das checken wir regelmäßig unter anderem mit externen Qualitätsprüfungen in unseren jeweiligen Produktionswerken.
Ein weiterer Punkt: Wir haben unser Farb- und Stahlkonzept perfekt aufeinander abgestimmt. Im Rahmen hat der Armierungsstahl immer eine Mindeststärke von 1,75 Millimeter. Bei der Armierung im Flügel richten wir uns strikt nach den Systemvorgaben – abhängig von Flügelgewicht und der jeweiligen Dekorfolie.
Alle Stahlgeometrien entsprechen den jeweiligen Systemvorgaben. Bei der Wareneingangsprüfung achten wir besonders streng auf die Wandungsstärke, Biegeradien und Außenabmessungen. Um Hitzeschäden zu vermeiden, haben wir die Maschinentechnik optimiert und können so den passenden Stahlzuschnitt bis in die Ecken garantieren.
