Mit der Eröffnung des Terminal 3 am Frankfurter Flughafen geht eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte Europas in Betrieb. Hilzinger Metallbau war über vier Jahre hinweg an elf Teilprojekten beteiligt – mit einem Auftragsvolumen in zweistelliger Millionenhöhe.
Hilzinger Metallbau mit Sitz in Fritzlar hat bei der Errichtung des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt wesentliche Fassaden- und Metallbauarbeiten ausgeführt. Das Auftragsvolumen lag nach Unternehmensangaben bei zirka 43 Millionen Euro. Das Tochterunternehmen der Hilzinger Gruppe beschäftigt am Standort Fritzlar zirka 130 Mitarbeiter und ist auf Fassadenbau sowie die Herstellung von Aluminiumelementen spezialisiert. Verarbeitet wird das komplette Schüco-Profilsystem.
Das neue Terminal startet mit einer Kapazität von zirka 19 Millionen Passagieren pro Jahr und lässt sich perspektivisch auf bis zu 25 Millionen erweitern. Die Arbeiten von Hilzinger Metallbau erstreckten sich über einen Zeitraum von zirka vier Jahren und gliederten sich in elf Teilprojekte.
Flugsteige H und J mit absturzsichernden Verglasungen
An den Flugsteigen H und J realisierte das Unternehmen insgesamt 24 Flugzeugdocks an zehn Brückenbauwerken entlang der Pier H sowie weitere 14 Brückenbauwerke an der Pier J. Der Leistungsumfang umfasste Konstruktion, Fertigung und Montage transparenter Fassaden mit absturzsichernden Verglasungen. Wand- und Deckenflächen verkleidete Hilzinger Metallbau zudem mit zirka 15.000 Quadratmeter Sandwichelementen.
Die Verbindungsstege zu den Fluggastbrücken erhielten Pfosten-Riegel-Fassaden in transparenter Ausführung, kombiniert mit Ganzglas-Lamellenfenstern und verglasten Dachklappen. Dabei galten nach Unternehmensangaben hohe brandschutztechnische Anforderungen.
Vorfeldkontrollturm mit geneigten Verglasungen
Eine besondere Herausforderung stellte die Fassadenfront am 70 Meter hohen Vorfeldkontrollturm dar. Die Verglasungen sind nach vorne geneigt und wiegen bis zu einer halben Tonne pro Element. Alle Elemente sind geprüft und mit absturzsichernden Sicherheitsverglasungen sowie Funktionsgläsern für verbesserten Schall- und Sonnenschutz ausgestattet.
Personen-Transport-System verbindet die Terminals
Auch beim neuen Personen-Transport-System (PTS) mit einer Streckenlänge von zirka 5,6 Kilometer war Hilzinger Metallbau beteiligt. Das System verbindet die Terminals untereinander und schließt Terminal 3 an den Regional- und Fernbahnhof an.
Das Unternehmen realisierte die Fassaden der drei PTS-Stationen am Terminal 1 (Station F), Terminal 2 und Terminal 3. Zum Leistungsumfang gehörten Aluminium- und Stahl-Pfosten-Riegel-Fassaden, Metall-Lamellenverkleidungen an den Brückenfassaden zwischen Parkhaus, Bahnhofsgebäude und Terminal sowie Fluchttürkonstruktionen entlang der Fahrtrassen. Die Station F erhielt zusätzlich eine prägnante Außenverkleidung aus Aluminiumblechen.
Türen und Verkleidungen im Hauptgebäude
Im Inneren des Terminal-Hauptgebäudes lieferte Hilzinger Metallbau mehrere Hundert Türen, darunter zahlreiche Brand- und Rauchschutztüren nach hohen sicherheitstechnischen Standards. Hinzu kamen Metallblechverkleidungen aus eigener Produktion mit funktionalen und gestalterischen Aufgaben. Dem Standort Fritzlar ist eine eigene Blechverarbeitung in Borken angegliedert.
Die weitläufigen Gebäudestrukturen mit Verbindungswegen über mehrere Kilometer und die komplexen logistischen Abläufe stellten nach Unternehmensangaben besondere Anforderungen an Planung, Koordination und Umsetzung. "Die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber Fraport war eng und partnerschaftlich geprägt. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte der Zeitplan eingehalten werden", sagt Oskar Anders Senior, Geschäftsführer am Standort Fritzlar. Die zirka 20-jährige Tätigkeit am Frankfurter Flughafen schaffe Vertrauen und sei eine wichtige Grundlage für die Beteiligung an entsprechenden Projekten.
