Hightech-Fertigung 4.0 Hautau investiert in neue Getriebemontage-Anlage

Mit der Investition in eine neue Getriebemontage-Anlage treibt Hautau die Hightech-Fertigung am Standort im niedersächsischen Helpsen voran. Die Automatisierung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und unterstreicht zugleich das Bekenntnis des Unternehmens zur Weiterentwicklung innerhalb der Maco Gruppe.

Ein starkes Team, eine starke Maschine: Die Projektbeteiligten präsentieren die fertiggestellte Getriebeanlage. - © Hautau

Die neue Anlage, in die Hautau rund 1,1 Millionen Euro investiert hat, steht für maximale Effizienz und hohe Flexibilität. Die Fertigungslinie produziert Getriebe für den Hebe-Schiebe-Beschlag Move HS und erreicht eine Jahresleistung von 720.000 Getrieben. Das entspricht rund 3.000 Getrieben pro Tag im Drei-Schicht-Betrieb.

Mehr Produktivität, intelligentes Rüstkonzept

Ein Fortschritt liegt laut Hautau in der gesteigerten Produktivität: Die Taktzeit konnte von 50 auf 20 Sekunden erheblich reduziert werden. Trotz der hohen Ausbringungsmenge wird die Anlage lediglich von nur einem Mitarbeitenden bedient, der ausschließlich für logistische Aufgaben zuständig ist. Sämtliche weiteren Prozessschritte laufen vollautomatisch.

Besonders zukunftsweisend sei das intelligente Rüstkonzept der Maschine. Mit einer Rüstzeit von unter zehn Minuten stelle sich das Montagesystem komplett selbstständig auf neue Produktvarianten ein, ganz ohne manuellen Eingriff. Die Stanzwerkzeuge positionieren sich dabei automatisch entsprechend der jeweiligen Getriebeabmessungen. Insgesamt können fünf unterschiedliche Größen gefertigt werden.

Starkes Signal für den Standort

Die neue Anlage überzeugt nach eigenen Angaben durch ihre hohe Flexibilität. Sie fertigt Riegel-, Inviso- sowie Hakengetriebe mit verschiedenen Dornmaßen. Das Labeln erfolgt ebenfalls vollautomatisch. Die Maschine bezieht dafür die produkt-, und auftragsbezogenen Daten direkt aus dem SAP-System, der zentralen Plattform für Materialwirtschaft, Produktion und Auftragssteuerung. Dank der kundenspezifischen Produktion ist nur eine minimale Lagerhaltung notwendig. Entwickelt und gebaut wurde die Maschine im hauseigenen Sondermaschinenbau, ein Beleg für die hohe technische Kompetenz am Standort. Die Entwicklung und Fertigung ermöglichte eine hohe Anpassungsfähigkeit und kurze Reaktionszeiten bei etwaigen Änderungen durch die direkte Abstimmung zwischen Konstruktion, Produktion und Instandhaltung.

"Mit der neuen Montageanlage schaffen wir nicht nur deutlich mehr Kapazität für künftiges Wachstum, sondern erhöhen gleichzeitig die Prozesssicherheit und Qualität in der Fertigung", erklärt Daniel Grüne, Leiter Industrial Engineering bei Hautau. "Die automatische Anbindung an SAP und die selbstständige Umrüstung auf verschiedene Getriebevarianten sind ein Schritt in Richtung Industrie 4.0 – und vor allem ein starkes Signal für den Standort Helpsen."