Vom Filzhersteller zum Abdichtungsspezialisten Hanno: Neuaufstellung sichert Unternehmenserfolg

Das Unternehmen Hanno ist 125 Jahre alt geworden. Im Bausektor hat es sich als Spezialist für Fugenabdichtungen einen Namen gemacht. "Wir sind dabei, uns technisch und personell neu aufzustellen", sagt Geschäftsführer Günter Krohn beim GFF-Besuch am Hauptsitz im niedersächsischen Laatzen bei Hannover.

Günter Krohn (re.), Geschäftsführer von Hanno, und Prokurist Markus Fehrmann treiben das Wachstum des Spezialisten für Fugenabdichtungen und Schallschutzsysteme voran. - © Friedrichs

Gegründet als Hannoversche Filzfabrik im Jahr 1895, fokussierte sich Hanno zunächst auf die Produktion von Filzen, u.a. zur Herstellung von Hüten und Schuhen. Der Coup gelang in den 1950er-Jahren, als das Unternehmen erste Versuche mit der Komprimierung von Schaumstoffen unternahm und damit dem Fugendichtungsband den Weg ebnete. Seitdem hat der Hersteller seinen Expansionskurs fortgesetzt: 1973 wurde Hanno Österreich gegründet, im Jahr 2000 kam Hanno Schweiz hinzu. Seit 2005 hat Hanno eine Repräsentanz in Russland, 2010 folgte eine weitere in der USA.

Bedarf im Wohnungsbau treibt Wachstum voran

Im vergangenen Jahr hat die Hanno Gruppe – einschließlich der Schwesterfirma Vito Irmen in Remagen und des Produktionsstandorts in Österreich – mit 350 Mitarbeitern einen Umsatz von zirka 65 Millionen Euro erwirtschaftet. Davon entfallen etwa 37 Millionen auf den Sitz in Laatzen. Zwei Drittel des Umsatzes werden im Bausektor generiert, ein Drittel ist dem technischen Schallschutz zuzuordnen. "Wir schätzen uns glücklich, dass wir während der Corona-Pandemie weiterarbeiten durften", freut sich Geschäftsführer Krohn. Zudem habe das Unternehmen von der Fortführung der Baustellen profitiert. Zwar sei unterm Strich mit gewissen Einbußen zu rechnen, aber "wir schauen nach vorne", bekräftigt der Firmenchef. Die Marktlage sei weiterhin gut und vor allem im Wohnungsbau sehe man künftig einen großen Bedarf an Fugenabdichtungen.

Investitionen in State of the Art-Maschinentechnik

"Als Nächstes streben wir in Laatzen 40 Millionen Euro Umsatz an", erklärt Krohn. Die Voraussetzung für den Unternehmenserfolg sind nach seiner Einschätzung kontinuierliche Investitionen in State of the Art-Maschinentechnologien. Im Mai 2020 hat Hanno eine neue Anlage für das Imprägnieren von Dichtungsbändern im Wert von zirka zwei Millionen Euro in Betrieb genommen. Ein Jahr zuvor stand die Einweihung des neuen Technikums mit Forschungs- und Entwicklungsabteilung, Anwendungstechnik und Qualitätsmanagement an. In den kommenden Jahren soll das Augenmerk auf den Ausbau von Versand und Logistik gelegt werden. Darüber hinaus steht bei Hanno die Personalstruktur auf dem Prüfstand. Als Erstes will das Unternehmen den Vertrieb neu aufstellen. "Bisher hat es eine klare Trennung zwischen den Bereichen Fugenabdichtungen und Schallschutz gegeben", erläutert Markus Fehrmann, Prokurist von Hanno. "Daraus soll künftig ein anwendungsübergreifender Vertrieb werden."

Den vollständigen Bericht über den Spezialisten für Fugenabdichtungen und Schallschutzsysteme lesen Sie in der Oktoberausgabe von GFF .