Gugelfuss mit Hauptsitz in Elchingen hat einen Schritt für die Zukunftssicherung des Familienunternehmens vollzogen. Die Gesellschafter des Fenster-, Türen- und Fassadenbauers haben Max Gugelfuß (31) zum Geschäftsführer bestimmt. Er tritt die Nachfolge seines Vaters Anton Gugelfuß (65) an, der mit diesem Schritt planmäßig als Geschäftsführer ausscheidet, aber als Prokurist weiterhin zeichnungsberechtigt bleibt.

Die Geschäftsleitung setzt sich nun aus folgendem Quartett zusammen: Martin und Max Gugelfuß sind Geschäftsführer, während neben Anton Gugelfuß auch Susanne Dannerbauer-Gugelfuß Prokuristin ist. Geschäfsführer der Schweizer Gugelfuss AG bleibt wie bisher Anton Gugelfuß.
"Für uns ist das die Idealkonstellation, dass mit dem Eintritt von Max in die Geschäftsführung die Nachfolge bereits jetzt langfristig gesichert ist", sagt Anton Gugelfuß. "Natürlich sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen mit der aktuellen Flaute im Wohnungsbau im Moment nicht die einfachsten, aber das war es damals, als ich angefangen habe auch nicht. Auch Mitte der 80er Jahre steckte der Bau tief in der Krise." Anton Gugelfuß war am 1. Januar 1985 als Geschäftsführer eingestiegen und hatte die Position damit exakt 40 Jahre lang inne.
Ein Tritt in große Fußstapfen
Sein Sohn Max sei sich bewusst, dass er in riesige Fußstapfen tritt. "Aber das ist auch ein tolles Gefühl. Mein Vater ist nach wie vor dabei und mit Martin und Susanne habe ich ja die idealen Partner aus der Familie an meiner Seite. Außerdem bin ich sozusagen von kleinauf im Unternehmen aufgewachsen und kenne jeden Winkel", sagt Max Gugelfuss, der bereits seit dem Abitur, also seit 2012, im Familienunternehmen arbeitet und dort auch das duale Studium zum Wirtschaftsingenieur absolviert hat.
Über den Halbgenerationenwechsel freut sich auch Geschäftsführerkollege Martin Gugelfuß, der das Unternehmen seit 2012 mitleitet: "Ich habe damals viel von Anton gelernt, jetzt kann ich Max ein paar Tipps geben. Das ist das Tolle an einem gewachsenen Familienunternehmen." Ähnlich sieht es Anton Gugelfuß: "Das mit den großen Fußstapfen ist relativ. Da mache ich mir gar keine Sorgen. Denn besser vorbereitet als Max kann man nicht sein. Er, Martin und Susanne machen das ja bereits seit Jahren zusammen hervorragend."
Gut aufgestellt für die Zukunft
Für die Zukunft sieht sich die Gugelfuss GmbH mit ihren deutschen Standorten in Elchingen, Illertissen und Beerwalde sowie der Schweizer Gugelfuss AG in Emmetten (südlich von Luzern) bestens aufgestellt. "Wir haben die vergangenen Jahre genutzt, um an allen Standorten in hochmoderne Fertigungstechnologien zu investieren, Kapazitäten auszuweiten, Prozesse zu optimieren und neue Fachkräfte aufzubauen. Es gibt bei uns glücklicherweise keinen Investitionsstau, der uns jetzt ausbremsen würde", erzählt Martin Gugelfuß, der in der Geschäftsführung für den technischen Bereich und damit auch für die komplette Produktion verantwortlich ist.
Neuer Mitgeschäftsführer Max Gugelfuß, der für den kaufmännischen Bereich und damit auch für den Vertrieb verantwortlich ist, sieht in der Digitalisierung, mit dem demografischen Wandel der Gesellschaft und auch im Fachkräftemangel die größten Herausforderungen auf das Unternehmen zukommen: "Künstliche Intelligenz wird auch im Fenster-, Türen- und Fassadenbau eine immer stärkere Rolle einnehmen. Für uns ist es daher wichtig, die Trends früh zu erkennen und offen zu sein für den Einsatz von neuen Technologien. Egal, in welchen Bereichen."
Bei allen Herausforderungen überwiegt die Zuversicht. "Die Fensterbranche ist eine Zukunftsbranche, gerade auch in Hinblick auf die Wärmewende und den Klimaschutz. Denn wer Energie und CO2 in der Wohnungswirtschaft einsparen will, der braucht eine ideal gedämmte Gebäudehülle und kommt an unseren innovativen, Fenster-, Türen- und Fassadensystemen nicht vorbei", betont Max Gugelfuss.