Zu Gast in GFF Günstiger bauen heißt, günstiger zu wohnen

Daniel Föst ist MdB, bau- und wohnungspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der FDP Bayern. - © Tobias Koch

Bezahlbares Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit. Steigende Mieten belasten immer mehr Menschen und die eigenen vier Wände bleiben für große Bevölkerungsschichten leider noch immer ein unerfüllter Traum. Die Ursache ist klar: Es gibt viel zu wenig Wohnungen in Deutschland, und die Nachfrage treibt den Preis. Doch statt Bauen wieder attraktiv und günstiger zu machen, beschränkt sich die Bundesregierung auf Symptomdoktorei mit gefährlichen Nebenwirkungen. Mit Mietpreisbremse, Baukindergeld und Umwandlungsverboten versucht die Große Koalition, den Notstand zu verwalten. Wir Freie Demokraten entgegnen: Mangel kann man nicht verwalten, Mangel muss man beheben. Wir brauchen mehr Kooperation und weniger Konfrontation am Wohnungsmarkt, damit schneller neue Wohnungen gebaut werden. Statt einer preistreibenden Strohfeuer-AfA (Absetzung für Abnutzungen) wollen wir sinnvolle Investitionsanreize – z.B. eine erhöhte lineare Abschreibung oder steuerliche Anreize für energieeffizientes Bauen. Doch auf den versprochenen Gesetzentwurf der Regierung wartet der Bundestag bis heute. Bei Vorgaben zur Gebäudeenergie setzen wir auf Technologieoffenheit. Statt einer kleinstteiligen Regulierung brauchen wir klare Zeit- und Zielvorgaben sowie einen Wettbewerb um die besten Ideen und Technologien – wir glauben, dass Forscher und Ingenieure die besseren Fortschrittsbeschleuniger sind. Doch vor allem brauchen wir endlich eine Entbürokratisierungsoffensive, damit schneller und unkomplizierter geplant, genehmigt und gebaut werden kann. Denn nur günstiger bauen heißt am Ende, günstiger zu wohnen.