Die Montage von Bauelementen vor dem Baukörper ist heute tägliche Praxis. Mit einem neuen Winkelsystem setzen Monteure die dort auftretenden Anforderungen mit einer geprüften und sicheren Lösung um, deren Anwendung GFF Schritt für Schritt dokumentiert.
Die steigenden Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und die damit einhergehenden baulichen Veränderungen bringen es mit sich, dass Fensterelemente zunehmend in der Vorwand des Baukörpers platziert werden. Gängige Praxis für diese Einbausituation ist die Verwendung von Winkeln – sowohl bei der Montage im WDVS als auch bei vorgehängten hinterlüfteten Fassaden. Qualitativ können sich hier laut den Befestigungsexperten von SFS intec allerdings Probleme ergeben: In der Regel verfügten die erhältlichen Winkel nämlich hinsichtlich der Bemessbarkeit, Dauerfunktion und Leistungsaufnahme mitnichten über die erforderlichen Prüfzeugnisse für die Fenstermontage. Das gelte auch für diejenigen Fälle, in denen sich Montagebetriebe passende Winkel schweißen bzw. biegen lassen.
Schnell, effizient, sicher
Abhilfe schaffe das Winkelsystem JB-W/XL des Unternehmens. Dieses habe SFS speziell auf die hohen Anforderungen in der Vorwandmontage ausgelegt und erlaube aufgrund seiner Tragfähigkeit selbst die Montage großer Fensterformate in der Dämmebene. Schnell und effizient sorge es für hohe Planungs- und Ausführungssicherheit und hochwertige Ergebnisse – und zwar nachweislich. JB-W/XL hat sich nach Herstellerangaben in umfangreichen Vorabtests auf Baustellen bewährt. Das System verbinde Sicherheit mit hoher Wirtschaftlichkeit in Kalkulation und Lagerhaltung.
Auch für Schwergewichte geeignet
Die Basis des neuen Montagewinkelsystems sind zwei Winkel in den Abmessungen 40 mal 140 Millimeter und 60 mal 140 Millimeter mit einer Tragkraft von bis zu 480 Kilogramm. Sie gewährleisten eine hohe Qualität auch bei Fensterschwergewichten. Das stahlbasierte System ist gemäß den Anforderungen der MO-02/1 vom ift Rosenheim auf Dauerfunktionstauglichkeit hin geprüft. In Bauteil- und Kleinteilversuchen seien zudem die hohe Tragfähigkeit und Langlebigkeit der Komponenten bestätigt worden. Statiker und Planer profitieren von der vollumfänglichen Bemessbarkeit des Systems, das aufgrund der Materialeigenschaften als nicht brennbar gemäß DIN 4102-1, Klasse A, eingestuft ist. Die Anbindung zum Rohbau hin erfolgt mittels bauaufsichtlich zugelassener Befestiger und sorge in der Kombination für hohe Sicherheit.
Einfache Justierung mit Langlöchern
Auch Montagebetrieben verhilft JB-W/XL zu Vorteilen. Die praktischen Langlöcher ermöglichen eine einfache und schnelle Ausrichtung der Elemente. Einfache und sichere Prozesse entstehen laut SFS zudem durch das variable Lochbild. Die gerundete Form der Winkel mache die Abdichtung des Elements darüber hinaus einfach und zuverlässig. Im Folgenden erläutert GFF Schritt für Schritt, wie die Montage mit dem neuen Winkelsystem JB-W/XL erfolgt.
Montage Schritt für Schritt
1. Schritt: Befestigen Sie die Winkel unten waagerecht unter Einhaltung der erforderlichen Randabstände und der geplanten Montagefuge mit je zwei Befestigungsschrauben.
2. Schritt: Richten Sie anschließend den Blendrahmen des einzubauenden Fensterelements mithilfe von Tragklötzen waagerecht aus.
3. Schritt: Fixieren Sie die seitlichen und oberen Montagewinkel über einen Befestiger im Langloch. So ist eine Verschiebung möglich, um den Fensterrahmen individuell zu positionieren.
4. Schritt: Setzen Sie den Blendrahmen an der vorgesehenen Position auf die unteren Montagewinkel und richten Sie ihn in der Senkrechten aus. Anschließend erfolgt die Verschraubung des Winkels mit dem Blendrahmen.
5. Schritt: Richten Sie den Blendrahmen seitlich aus. Hierbei werden die seitlichen Montagefugen gleichmäßig aufgeteilt. Die finale Fixierung des Winkels am Untergrund erfolgt über einen zweiten Befestiger.
6. Schritt: Stellen Sie abschließend die Verbindung zwischen Fensterelement und Winkel unten waagerecht her. Die Montageschritte für das System JB-W/XL von SFS intec sind damit erledigt.