Das ehemalige Gebäude der WestLB in der Nähe des Dortmunder Hauptbahnhofs ist heute ein Ärztezentrum. Für die Sanierung der bronzefarbenen Fensterbänder kam ein neu entwickeltes Sonnenschutzglas mit goldener Beschichtung zum Einsatz.

Das zwischen 1975 und 1978 für die WestLB errichtete Büro- und Geschäftshaus hatte Architekt Harald Deilmann entworfen. Seit April 2011 steht das von Pop Art inspirierte Gebäudeensemble unter Denkmalschutz. Charakteristisch am Erscheinungsbild ist die Schichtung aus den weißen Brüstungsbändern der Dachterrassen und Balkone im Wechsel mit den bronzefarbenen Metallfassaden und goldbedampften Sonnenschutzgläsern. Eine Herausforderung beim Umbau zum Ärztehaus war es, die Anforderungen an ein modernes Gesundheitszentrum zu erfüllen und zugleich die schützenswerten Eigenheiten des Gebäudes zu erhalten.
Gleiche Optik, bessere Werte
Dass der Kontrast der bronzefarben bedampften Scheiben im Verhältnis zu den weißen Betonbrüstungen im Stadtbild erhalten bleiben sollte, war erklärte Absicht. Doch waren die originalen Fensterfabrikate nicht mehr erhältlich. Stattdessen entwickelte Saint-Gobain Glass auf Basis des Sonnenschutzglases SGG Cool-Lite SKN 165 mit SGG Cool-Lite KG 137 Gold ein neues Produkt, das sich äußerlich von dem ursprünglichen Bronzeton nur um Nuancen unterscheide, jedoch deutlich bessere Wärme- und Sonnenschutzeigenschaften (Ug = 1,2 W/m2K, der g-Wert liegt bei 0,28) aufweise.
Anforderungen an Energieeffizienz erfüllt
Aus dem Inneren des Gebäudes betrachtet, haben die Gläser laut SGG im Unterschied zu ihren Vorgängern aus den 1970er-Jahren eine viel hellere Wirkung; die Lichttransmission sei deutlich höher (TL = 34 Prozent). Dies ist für die Nutzer angenehm und denkmalpflegerisch unproblematisch. SGG Cool-Lite KG 137 Gold eigne sich daher auch für andere Objekte, für die sowohl Anforderungen an den Denkmalschutz als auch an die Energieeffizienz vorliegen. Zudem lasse sich das Glas vorspannen und laminieren. Es kann damit weitere Funktionen wie Sicherheit oder Lärmschutz übernehmen.
Mehr über das neue Ärztehaus mit den goldbedampften Scheiben erfahren Sie in der GFF-Ausgabe 9/14, die am 5. September erscheint.