Messerückblick glasstec 2026: Düsseldorf bleibt Treffpunkt der globalen Glasbranche

Mehr als 1.170 Aussteller aus 48 Ländern, Fachbesucher aus 126 Nationen und ein Rahmenprogramm mit Zugkraft: Die glasstec 2026 hat vier Tage lang die gesamte Wertschöpfungskette der Glasbranche versammelt. Bei den Besucherzahlen gibt es im Vergleich zur Vorveranstaltung eine rückläufige Entwicklung – die Aussteller zeigen sich dennoch zufrieden.

Die glasstec 2026 zog 27.000 Besucher an. - © Messe Düsseldorf / ctillmann

Die glasstec hat vom 23. bis zum 26. Oktober 2026 in Düsseldorf stattgefunden und nach Angaben der Messe Düsseldorf ihre Rolle als zentrale Geschäftsplattform der internationalen Glasindustrie bestätigt. Aussteller und Fachpublikum aus aller Welt nutzten die vier Messetage, um bestehende Partnerschaften zu vertiefen, Projekte anzustoßen und sich über Technologien und Marktentwicklungen auszutauschen.

"Die glasstec gibt der internationalen Glasbranche wichtige Orientierung. Sie zeigt, wohin sich Märkte und Technologien entwickeln, und schafft damit genau die richtige Grundlage für Investitions- und Innovationsentscheidungen", sagt Marius Berlemann, Geschäftsführer von Messe Düsseldorf.

Besucherzahl geht zurück, die Qualität des Publikums bleibt aber hoch

Die glasstec 2026 verzeichnete den Angaben zufolge zirka 27.000 Fachbesucher – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zur Vorveranstaltung im Jahr 2024, als 32.023 Besucher nach Düsseldorf kamen. Die Veranstalter heben jedoch die hohe Qualität des Fachpublikums hervor: Drei Viertel der Gäste reisten dem Veranstalter zufolge aus dem Ausland an, jeder vierte Besucher kam sogar von außerhalb Europas. Insgesamt zählte die Messe Gäste aus 126 Nationen.

Auch die Entscheiderquote fiel hoch aus: 75 Prozent der Besucherinnen und Besucher gehörten nach Veranstalterangaben dem Top- oder mittleren Management an. Die Zufriedenheit mit dem Messeangebot habe sich im Vergleich zur Vorveranstaltung weiter gesteigert – besonders positiv bewertet hätten die Gäste die Qualität des Ausstellerangebots, die Innovationskraft und die Präsenz marktführender Unternehmen.

Mehr als 1.170 Aussteller zeigen die gesamte Wertschöpfungskette

Mehr als 1.170 Aussteller aus 48 Ländern präsentierten das komplette Spektrum der Glasindustrie: von Maschinen und Anlagen für Produktion und Verarbeitung über Technologien bis hin zu Glasprodukten und deren Anwendungen. Damit bildete die glasstec erneut die gesamte Wertschöpfungskette der Branche an einem Ort ab.

Dr. Christoph Hermanns, Geschäftsführer von MDI Advanced Processing und Vorsitzender des glasstec-Beirats, betont den Wert persönlicher Begegnungen gerade in schwierigen Zeiten: "Neue Produkte wurden präsentiert, Ideen ausgetauscht und konkrete Projekte vereinbart. So entstehen Kooperationen und Geschäfte."

Drei Hot Topics und ein Rahmenprogramm mit Zugkraft

Die inhaltliche Ausrichtung der glasstec 2026 prägten drei Hot Topics: KI und digitale Technologien, Dekarbonisierung sowie Kreislaufwirtschaft. Das Rahmenprogramm mit Formaten wie glass technology live, glasstec conference, architecture forum, glass trends live, Circuclarity Two und women in glass habe mit Fachtiefe und Perspektivenvielfalt überzeugt, so der Veranstalter. Das Format Handwerk Live ergänzte das Angebot mit praxisnahen Vorführungen, Fachvorträgen und Workshops für das Glaserhandwerk.

Aussteller ziehen positive Bilanz

Zahlreiche Aussteller äußern sich zufrieden über Gesprächsqualität und Internationalität des Publikums. Gesine Bergmann vom Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) Forum Glastechnik berichtet von positivem Feedback der Mitgliedsunternehmen: „Die Glasmaschinenhersteller sind mit der Qualität der Kontakte und Gespräche sowie den Schwerpunktthemen auf der glasstec 2026 sehr zufrieden. Besonders gefragt waren Digitalisierungsthemen wie KI-basierte Anwendungen." Angesichts der wachsenden Rolle der Kommunikation zwischen Maschinen und Komponenten habe das Thema Konnektivität am VDMA-Stand großes Interesse geweckt.

Toni Schön, CSO HEGLA, betont den Stellenwert der glasstec als Weltleitmesse: „Innovation, Hightech und Know-how vereinen sich in vier Tagen mit einer Wucht und Strahlkraft, mit der nur die glasstec als einzigartige Weltleitmesse überzeugen kann. Trends wurden gesetzt, positive Signale verstärkt und die große Verbundenheit der Glasindustrie eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Guus Boekhoudt, Executive Vice President Global Commercial bei Guardian Glass, hebt den Wert des persönlichen Austauschs hervor: „Die Qualität der Gespräche und die Möglichkeit, langjährige Partner wiederzutreffen, neue Kontakte zu knüpfen und über die vor uns liegenden Herausforderungen und Chancen zu diskutieren, machen die glasstec zu einer wichtigen Veranstaltung für Guardian Glass und unsere Branche."

Nancy Mammaro, Präsidentin und CEO von Mappi International, sieht eine stetig steigende Qualität der Geschäftskontakte: „Die Besucherinnen und Besucher kommen mit klaren Projekten und konkreten Fragestellungen nach Düsseldorf, und die Messe hat sich zu dem Ort entwickelt, an dem solide, langfristige Geschäftsbeziehungen ihren Anfang nehmen." Mammaro nahm zudem an der Podiumsdiskussion women in glass teil und betont: „Immer mehr Frauen sind in unserer Branche tätig – von der Produktion bis hin zu Führungspositionen. Unser Ziel ist es, dass dies so selbstverständlich wird, dass es irgendwann keine Nachricht mehr wert ist."

Nicolas Mondy, Vice President Performance Segment Glass bei Saint-Gobain Glass Deutschland, bezeichnet die Messe als sehr erfolgreich. "Die zahlreichen wertvollen Gespräche und der Austausch mit Kunden und Partnern haben die Messe für uns zu einem großen Erfolg gemacht." Durch die Bündelung der Expertise verschiedener Saint-Gobain-Marken habe das Unternehmen verdeutlichen können, wie es die Herausforderungen seiner Kunden mit nachhaltigen Lösungen angehe.

Gottfried Brunbauer, CEO Lisec, wertet die Messe ebenfalls als "vollen Erfolg" für sein Unternehmen: "Besonders erfreulich waren die zahlreichen internationalen Besucher und Besucherinnen und das große Interesse an unseren Lösungen." In vielen interessanten und konstruktiven Gesprächen habe Lisec bestehende Partnerschaften stärken, wertvolle neue Kontakte knüpfen und wichtige Impulse gewinnen können. "Die glasstec hat einmal mehr ihre Bedeutung als internationaler Treffpunkt der Glasbranche eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Für Dr. Jochen Peichl, Geschäftsführer von ift Rosenheim, hat die Messe gezeigt, wie wichtig Sicherheit und Klimaresilienz für Gebäude und Glasprodukte: „Für uns als ift Rosenheim waren der fachliche Austausch mit den Besuchern und die Präsentation konkreter Produktlösungen dazu auf unserem Stand besonders wertvoll." Die Sonderschau sicher – innovativ – nachhaltig mit Live-Vorführungen sowie die Fachvorträge im Konferenzprogramm seien auf großes Interesse gestoßen.

Nächste glasstec im September 2028

Die nächste glasstec findet vom 19. bis zum 22. September 2028 in Düsseldorf statt. Ganzjährige Brancheninformationen stellt Messe Düsseldorf unter glasstec.de bereit.

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