Wie lassen sich Maschinen unterschiedlicher Hersteller nahtlos vernetzen? Am Stand des VDMA Forum Glastechnik war zu sehen, wie durchgängige Datenflüsse, standardisierte Schnittstellen und herstellerübergreifende Vernetzung in der Praxis funktionieren.

Digitale Vernetzung ist eine zentrale Voraussetzung für effiziente und zukunftsfähige Produktionsprozesse. Auf der glasstec 2026 präsentierte das VDMA Forum Glastechnik auf der Sonderfläche Connected Machines, wie Maschinen und Anlagen unterschiedlicher Hersteller über standardisierte Schnittstellen miteinander kommunizieren können. Das Ziel war es, Interoperabilität greifbar zu machen und Anwendern konkrete Lösungsansätze für die digitale Transformation ihrer Produktion zu zeigen.
Vernetzung erlebbar machen
An acht Präsentationspunkten erhielten Besucher Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Maschinenkonnektivität. Vorgestellt wurden unter anderem Spezifikationen und Job-Target-Definitions für Flach- und Behälterglas, Unternehmenslösungen sowie VDMA-Initiativen zu Interoperabilität, Energiemanagement und Companion Specifications.
Ein wesentlicher Bestandteil für eine erfolgreiche Umsetzung von Konnektivität stellt laut dem Forum Glastechnik OPC UA FX dar. Es dient der Anbindung von Komponenten auf der Feldebene wie Sensoren, Aktoren oder Antrieben. Auch die OPC Foundation war daher mit der Multi-Vendor-Interoperabilitäts-Demowand mit Komponenten verschiedener Automatisierungsunternehmen am Stand vertreten.
Ein besonderes Highlight war ein Demonstrator, der die Vorteile standardisierter Datenmodelle veranschaulichte. Dabei kamen Module verschiedener Hersteller zum Einsatz, die sich austauschen lassen und dennoch Informationen auf einheitliche Weise übertragen. So ließ sich anschaulich zeigen, wie standardisierte Kommunikation die Integration von Maschinen vereinfacht und Investitionen langfristig absichert.
Plattform für den Austausch: vom Maschinenbauer bis zum Softwareanbieter
Die Sonderfläche knüpfte laut dem Forum Glastechnik an Aktivitäten an, die bereits in anderen Industriebranchen erfolgreich umgesetzt wurden, und übertrug diese Ansätze auf die Glasindustrie. So entstand eine Plattform für den Austausch zwischen Maschinenbauern, Anwendern, Softwareanbietern und Standardisierungsexperten.
Fazit: Mit Connected Machines zeigte das Forum Glastechnik, wie die Glasindustrie von offenen Standards und interoperablen Lösungen profitieren kann. Besucherinnen und Besucher erlebten konkrete Anwendungen und erhielten Orientierung für ihre eigenen Digitalisierungsprojekte.