Glasproduktion Gimav: Italien zeigt sich bei Glasmaschinen stark

Gimav hat anlässlich des jährlichen Treffens der Verbandsmitglieder die neuesten Zahlen zum italienischen Glasmaschinensektor veröffentlicht. Die Auswertungen zeigen laut dem Verband, dass die italienische Glasbranche für Glasbearbeitungsmaschinen und Zubehör weiter wächst.

Der Verband Gimav für italienische Hersteller von Maschinen und Zubehör für die Glasbearbeitung attestiert der Branche in Italien eine positive Entwicklung. - © Gimav

"Das ist das achte Jahr in Folge, in dem das Wachstum fortgesetzt wird. Der Aufschwung der Exporte setzt sich fort und die Indikatoren für den Inlandsmarkt beginnen sich infolge der Anreize für den Industrie 4.0-Plan zu verbessern", sagt Laura Biason, Direktorin von Gimav, dem Verband italienischer Glasmaschinenhersteller.

Umsatz im italienischen Glasmaschinensektor gestiegen

Der Gesamtumsatz der Branche ist laut Gimav um 4,04 Prozent (im Vergleich zu 2016), mit Flachglass um 4,87 Prozent und Hohlglas um 2,38 Prozent gestiegen. Der Inlandsumsatz wuchs ebenfalls um 4,54 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Sektor stieg infolge dieser Trends um 4,65 Prozent. Die Handelsbilanz insgesamt wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 3,85 Prozent auf fast 984 Millionen Euro.

Hohlglas als Exportschlager

Die italienische Glasmaschinenindustrie besitzt eine Exportquote von 78,66 Prozent im Jahr 2017. Hohlglas sticht laut Gimav dabei besonders hervor: 84 Prozent des Gesamtumsatzes (etwas weniger als 379 Millionen Euro) wurden exportiert. Bei Flachglas stieg der Export von 75,3 Prozent im Jahr 2016 auf 75,74 Prozent und übertrag einen Wert von 692 Millionen Euro.

Der europäische Markt mit 40 Prozent der gesamten Exportumsätze den ersten Platz, während die USA als Top-Zielland ihre absolute Spitzenposition behaupteten, gefolgt von Frankreich, Indien, Mexiko und China, berichtet der Verband. Der mittel- und südamerikanische Markt, der inzwischen fast zwölf Prozent des weltweiten Umsatzes ausmacht (plus 59,2 Prozent gegenüber 2016), verzeichnete erneut eine starke Erholung. Brasilien und Argentinien machen zusammen 7 Prozent des weltweiten Umsatzes aus.

Deutschland unter den Top 5 Flachglas-Abnehmern

Die Top-5-Zielländer für italienisches Flachglas in der Rangfolge nach den USA waren Deutschland (der europäische Top-Markt und das zweite globale Marktziel), China, Indien (das nach dem 42. Platz im Jahr 2016 bemerkenswert anstieg) und Großbritannien, das seinen Platz hielt.

Das Ranking für Hohlglasexporte, das seit letztem Jahr um 1,2 Prozent zulegte, zeigt, dass Frankreich erneut das Top-Abnehmer ist, während Mexiko auf den zweiten Platz zurückfiel. Polen, Indien, Thailand und Argentinien stiegen ebenfalls auf, aber der bemerkenswerteste Anstieg wurde in Japan verzeichnet, das seit 2016 von Platz 29 auf Platz 11 der größten Importeure von italienischem Hohlglas aufgestiegen ist und heute 3,41 Prozent der weltweiten Exporte ausmacht. Iran und Spanien sind auch dieses Jahr in den Top 15 vertreten.

Für 2018 rechnet die Branche mit einem wiederholten Wachstum

"Die Aussichten sind positiv", sagt die Gimav-Direktorin, "93,55 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen sagen für 2018 ein weiteres Wachstum voraus, mit einer Verbesserung auf den ausländischen Märkten. 78 Prozent der befragten Unternehmen erwarten auch einen Anstieg der Inlandsumsätze.“

Die Absatzprognosen für Europa, sowohl in als auch außerhalb der EU, seien optimistisch. Die Zahlen für beide werden voraussichtlich steigen oder unverändert bleiben. Das Vertrauen in Russland verbessert sich; weniger Unternehmen erwarten, dass der Umsatz zurückgeht, da sich der Markt scheinbar zu erholen beginnt (Wachstum von 14,71 Prozent). Der Ausblick für Nordamerika und die Stabilität der Märkte im Nahen Osten werden als positiv bewertet. Die Verkaufserwartungen für Mittel- und Südamerika verbesserten sich deutlich, da die Prognosen für den Rückgang von 21 Prozent auf 8,8 Prozent fielen, während die Zahl der Unternehmen, die ihre Erholung prognostizierten, auf 41 Prozent stieg.