Die GFF-Praxistage 2019 warten wieder mit einem nutzwertigen Fachprogramm auf – Praxis-Workshops inklusive. Von unschätzbarem Wert ist aber der zweitägige Austausch unter Gleichgesinnten. Erfahren Sie, warum Sie am 8./9. November nach Karlsruhe-Ettlingen kommen sollten.

Wilhelm Hachtel, den langjährig erfolgreichen Unternehmer (MHZ) und heutigen Business Coach, als Headliner zu gewinnen, war seit geraumer Zeit ein Wunsch der Programmmacher der GFF-Praxistage. Wer einmal unter Hachtels Zuhörern war, ob bei energiepolitischen oder arbeitsorganisatorischen Themenstellungen, weiß um die rhetorische Brillanz und die besondere Fähigkeit des Referenten, den Finger in die Wunde zu legen. GFF garantiert schon heute: Wer zum Ausklang des zweitägigen Branchentreffs lauscht, was der charismatische Branchen- und Handwerkskenner unter dem Titel „Erfahrung, Leidenschaft, Sorgfalt – Ihr Werkzeugkasten als Unternehmer“ zu sagen hat, findet mehrere Tools, die er am Folgemontag mit größtmöglichem Nutzen im eigenen Betrieb(-salltag) zum Einsatz bringt.
Barrierefreiheit im Fokus
Am anderen Ende des Programms widmet sich Sandra Heinrichsberger (geb. Haut), Projektingenieurin F&E am ift Rosenheim, im Opener dem brandaktuellen Thema "Schwellenfreiheit vs. Überrollbarkeit – wie barrierefrei darf’s denn künftig sein?". Sie als Anwender erfahren dabei, was Barrierefreiheit künftig in Neubau und Sanierung bedeutet und wie Sie dasrechtssicher umsetzen. So viel sei verraten: Die Schwellenfreiheit als oberstes Schutzziel soll – zumindest im Neubau – nicht angetastet werden. Diese Befürchtung war durch den neuen Begriff der Überrollbarkeit aufgekommen, der auf ein jüngst vom ift angestoßenes Forschungsvorhaben zurückgeht. Sandra Heinrichsberger prüfte verschiedene Schwellenlösungen auf dieses Kriterium hin und gibt auf den Praxistagen Auskunft zu Unterschieden und Bewertungsmaßstäben.
007Sieber ermittelt wieder
Eine kurzweilige Runde deutet sich am späteren Nachmittag bei der Podiumsdiskussion an. In dieser werden Günter Schmitz (Ex-Coplaning, heute Relive), Stefan Taig, Bauunternehmer und Barrierefrei-Spezialist der Firma Wertwin mit Fensterbau-Vergangenheit bei Wertbau, GFF BW-Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr und der Bundesinnungsmeister persönlich, Martin Gutmann, Akzente setzen, wenn es um "Das Fenster der Zukunft" geht (Moderation: Reinhold Kober, GFF).
Geht man nach den Teilnehmerbewertungen der bisherigen drei Kongressauflagen, so ist all das an Tag eins nur Aufwärmen für den baden-württembergischen Landesinnungsmeister, Fensterbau-Unternehmer, Sachverständigen und begnadeten Conférencier Jürgen Sieber. Dieses Mal hat er die gelben und schwarzen Verfärbungen bei weißen Kunststofffenstern im Visier – Phänomene, die nach seiner Erfahrung aktuell deutlich zunehmen. Was heißt das für Sie, wie gehen Sie mit etwaigen diesbezüglichen Reklamationen um und welche Rolle spielen überdosierte bzw. ungeeignete Reinigungsmittel? Der Fachmann mit Entertainer-Qualitäten verrät es.
Neues Modul fürs Fensterbautool
Überhaupt deckt der Fachverband GFF BW mit verschiedenen Vorträgen ein breites Themengebiet ab. Jan Eiermann, technischer Berater, referiert beispielsweise über konstruktive Schnittstellen im Fensterbau. Zudem spricht der Verband wichtige Themen wie Ausbildung und Regelwerke an. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Vorstellung des erweiterten Fensterbautools, das Teilnehmer während des Kongresses kostenlos testen. Entwickler Andreas Richter geht insbesondere auf das neue Modul zur Montagekostenkalkulation ein.
Mehr Praxisnutzen geht nicht
Am zweiten Kongresstag stehen die Workshops auf dem Programm. Gewichtsreduktion in der Produktion und eine effizientere Fenstermontage – das versprechen Michael Nowak und Rainer Seidel von Soudal sowie Arno Bender, Leiter Systemsupport bei Aluplast. Die sog. PowerDur-Streifen von Aluplast machen eine Profilverstärkung aus Stahl überflüssig. Das Vorwandmontagesystem von Soudal wiederum sorgt für einen einfacheren, sichereren und schnelleren Montageprozess. Wie erfüllen Sie Kundenwünsche nach Textil an der Fassade sowie der Notöffnung von Rollläden am zweiten Flucht- und Rettungsweg? Dieser Frage gehen Nikolas Dupont, Produktmanager Markisen bei Warema, und Alexander Vogt, Leiter Projekt-/Produktmanagement bei Selve, in ihrem Workshop auf den Grund. Dabei erklären sie die Montage und widmen sich Details wie Windstabilität und Automation.
Neugierig geworden? Dann melden Sie sich noch heute auf www.gff-praxistage.de an. Sie werden viele Kollegen treffen.