An einem wunderbaren Spätsommertag hat die Motorradtour von GFF BW und GFF stattgefunden. In diesem Zug erläuterte Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr nochmals, warum er sich nicht nur als Zahlenbändiger versteht.

"Über dem ersten Artikel in der GFF stand damals das Zitat von mir, dass ich das Wir-Gefühl im Verband stärken wolle", erinnert sich Glasermeister und GFF BW-Hauptgeschäftsführer Waldemar Dörr. Dass ihn womöglich der eine oder andere, auch in den damals eigenen Reihen, unterschätzt habe, führt er vor allem auf diese ruhigeren Töne zurück. Nur ist die Aussage nichts weniger als eine Worthülse, das hat sich in den seither vergangenen sieben Jahren deutlich gezeigt. "Die in Karlsruhe", so beschrieb der mit reichlich Branchen- wie Industrieerfahrung ausgestattete Verbandschef dem GFF-Reporter einst die Stimmung, wie sie bei seinem Antritt zwischen den Innungen und dem Fachverband mehr als einmal artikuliert worden sei. Das gebe es heute nicht mehr. Dass dem so ist, erlebt jeder, der bei den stets von Offenheit und Vertrautheit geprägten Veranstaltungen im Akademiegebäude an der Otto-Wels-Straße zugegen ist.
Apropos Skills
Genauso ist auch die Zusammenarbeit mit der Verbandsspitze, nicht nur für Pressevertreter – sondern, und viel wichtiger, für die Mitglieder. Natürlich müssen die Verantwortlichen fachlich und vor allem persönlich qualifiziert sein, um das Zahlenwerk nicht nur im Griff zu haben, sondern es dann auch problemlos offenlegen zu können. Aber das Verbandsgeschäft als Miteinander zu begreifen, bei dem es nicht die wenigen Auserwählten gibt, die Einblick haben, und die bitteschön schweigende Mehrheit, die von Zeit zu Zeit die Hand heben darf: Das erfordert mehr als buchhalterische Skills.
Apropos Skills: Wie es mit der einst auf Bundesebene hoch priorisierten und dann in Karlsruhe erfolgreich umgesetzten Glaserbeteiligung an der Berufe-EM weitergeht, steht in den Sternen. Wenn, wie angekündigt, Hadamar das Bundesleistungszentrum vom abtrünnigen Südwesten an die eigene Glasfachschule holt, bleibt abzuwarten, ob ein Mitwirken von Baden-Württemberg auf Kandidatenseite dann noch gewünscht bzw. möglich ist, geschweigen denn Aussicht auf Erfolg hat. Nur einer Sache darf sich der Beobachter sicher sein: Auf die Attraktivität der Interessenvertretung und des Berufsbildungsstandorts Karlsruhe dürfte auch das wenig Einfluss haben, zu gut eingespielt wirkt die jetzige Führungscrew aus Haupt- und Ehrenamt.
GFF bedankt sich für die tolle Tour, über die wir gerne in unserer Novemberausgabe in Text und Bild berichten. Einen Zwischenstopp legten Jürgen Sieber, Waldemar Dörr und der GFF-Reporter bei Gugelfuss in Elchingen ein. Lesen Sie, warum es in diesem Zusammenhang zu einer Grenzübertretung gekommen ist.