Nachgefragt Fragen und Antworten zum Gutmann-Corialis-Deal

Warum trennt sich die Gutmann-Gruppe von ihrem Europa-Geschäft? Was passiert mit Marke, Mitarbeitern und Werken? Auf welche Änderungen müssen sich Bestandskunden einstellen und worauf können sich diese in Zukunft freuen? GFF hat nachgefragt.

Luftaufnahme: Der Standort Weißenburg der Gutmann-Gruppe
Luftaufnahme: Der Standort Weißenburg der Gutmann-Gruppe. Er wird in die Strukturen der Corialis Gruppe integriert. - © Gutmann-Gruppe
GFF: Warum hat sich die Gutmann Gruppe entschieden, sich von ihrem Europa-Geschäft zu trennen? Welche Entwicklungen und Überlegungen liegen der Entscheidung zugrunde?

Gutmann-Gruppe: Die Entscheidung reflektiert das strategische Ziel der bisherigen Eigentümer, sich auf die außereuropäischen Aktivitäten von Gutmann zu konzentrieren. Gleichzeitig soll durch die Übergabe an die Corialis Gruppe das volle Wachstumspotenzial der europäischen Aktivitäten unter neuer Eigentümerschaft erschlossen werden.

GFF: Warum sieht man im internationalen Geschäft mehr Potenzial als in den europäischen Aktivitäten? Wie wird Gutmann das globale Geschäft nun angehen und ausbauen?

Gutmann-Gruppe: Die Entscheidung basiert nicht auf einer Bewertung von mehr oder weniger Potenzial, sondern vielmehr auf der strategischen Ausrichtung und Fokussierung. Wie die Pressemitteilung bereits klarstellt, werden die bisherigen Eigentümer künftig einen verstärkten Fokus auf die außereuropäischen Aktivitäten sowie die Gartner Extrusion GmbH in Gundelfingen legen. Ziel ist es, das internationale Geschäft durch strategische Partnerschaften und Lizenzvereinbarungen in Schlüsselmärkten auszubauen und so eine starke Präsenz außerhalb Europas sicherzustellen.

Zugehörige Themenseiten:
Exklusiv