Der italienische Maschinenhersteller Forel präsentiert auf der Vitrum 2025 erstmals eine patentierte Extrusionstechnik für breite Thermoplast-Abstandhalter. Außerdem stellt das Unternehmen eine neue Maschine für die vertikale Kantenbearbeitung vor.

"Jede Messe bietet wertvolle Möglichkeiten zum Austausch und zur Inspiration", sagt Riccardo Vianello, Geschäftsführer und Vizepräsident von Forel. "Aber die Vitrum hat für uns eine besondere Bedeutung: Wir sind zu Hause, vor einem internationalen und sachkundigen Publikum, und wir möchten eine klare Botschaft senden – Forel strebt weiterhin nach greifbaren Lösungen, die für unsere Kunden einen echten Unterschied machen."
Patentierte Extrusionstechnik für breite Abstandhalter
Ein Schwerpunkt am Forel-Stand bildet die Hightech-Isolierglaslinie mit einer Weiterentwicklung für Thermoplast-Abstandhalter. Das Unternehmen demonstriert live die neu patentierte Extrusionstechnologie für Abstandhalter mit einer Breite von mehr als 20 Millimeter. Diese Technik hatte nach Unternehmensangaben bereits auf der Glasstec 2024 in Düsseldorf großes Interesse geweckt und zu einem Anstieg der Bestellungen geführt.
Durch den Inline-Produktionspuffer mit integrierter Richtstation ermöglicht Forel die Verarbeitung von Thermoplast-Abstandhaltern mit einer Breite von mehr als 20 Millimeter bei verbesserter Stabilität und Präzision. Die Technologie ermögliche es dem Thermoplast-Abstandhalter sich vor dem Pressen abzukühlen und zu stabilisieren. Dies verhindere Verformungen, sorge für die Ausrichtung der Abstandhalter und garantiere gleichbleibende Qualität.
Das international patentierte System unterstützt nach Herstellerangaben auch die effiziente Verarbeitung dünner Abstandhalter bis zu einer Höhe von 5,3 Millimeter. Dies reduziere den Materialverbrauch und verbessere sowohl die thermischen als auch die akustischen Eigenschaften.
Forel präsentiert außerdem eine Neuentwicklung in der Systemdiagnostik: ein intelligentes Werkzeug zur Vereinfachung der Erkennung und Behebung elektrischer Alarme. Es biete zusätzliche Unterstützung für Bediener, reduziere Stillstandszeiten und verbessere das Anlagenmanagement.
Neue Maschine für vertikale Kantenbearbeitung
Als weiteren Schwerpunkt zeigt Forel die neuesten Entwicklungen in der vertikalen Kantenbearbeitung. Das Unternehmen enthüllt auf der Vitrum 2025 eine neue Maschine, die für Hochgeschwindigkeitsbetrieb konzipiert sei. Die Plattform lässt sich nach Herstellerangaben einfach in automatisierte Glasproduktionsanlagen oder Isolierglaslinien integrieren sowie als eigenständige Lösung in der Glasbearbeitung einsetzen.
Positioniert am Anfang der Isolierglaslinie soll die Maschine den Arbeitsablauf verbessern, Zykluszeiten verkürzen und die Gesamteffizienz des Prozesses steigern. Sie ermöglicht Forel zufolge ultraschnelles Säumen und Grobschleifen und halte so mit dem Tempo herkömmlicher Maschinen mit und beseitige gleichzeitig Engpässe in der Isolierglasproduktion.
Sortiersystem für automatisierte Logistik
Forel stellt außerdem sein Sortiersystem für fertige Glaseinheiten vor. Diese Lösung automatisiert die nachgelagerte Logistik für Isolierglas-Einheiten und ermöglicht automatisches Entladen, Sortieren und Lagern ohne manuellen Eingriff.
Das System umfasst patentierte Halterungen, die die fertiggestellten versiegelten Einheiten vertikal transportieren und während der Aushärtungsphase sicher lagern. Dies beseitigt nach Herstellerangaben das Risiko von Scheibenverformungen und rationalisiert das Produktionsmanagement.
Acht neue Patente im vergangenen Jahr
Hinter diesen High-Tech-Lösungen stehe Forels Engagement für zukunftsorientiertes Wachstum. Allein im vergangenen Jahr meldete das Unternehmen acht neue Patente an, erweiterte seinen Hauptsitz um mehr als 8.000 Quadratmeter neue Produktionsfläche und eröffnete seine neue Niederlassung Forel North Europe in Mönchengladbach. Dies verstärke die Strategie, geografisch näher an Kunden und Märkten zu sein.