Halle 10, Stand G82 Fineo: Vakuumglas für Fensterrenovierung und -restaurierung

AGC Glass Europe ist mit seinem Vakuumisolierglas Fineo by AGC auf der glasstec 2026 am Stand G82 des ift Rosenheim in Halle 10 vertreten. Im Mittelpunkt stehen der energetische Glastausch bei gleichzeitigem Erhalt historischer Fenster sowie die ressourcenschonende Renovierung von Bestandsfassaden.

Fineo eignet sich besonders für die Renovierung von historischen Fenstern. Durch seinen schlanken Aufbau kann das Vakuumisolier- glas dünne Einfachgläser problemlos ersetzen.
Fineo eignet sich besonders für die Renovierung von historischen
Fenstern. Durch seinen schlanken Aufbau kann das Vakuumisolier-
glas dünne Einfachgläser problemlos ersetzen. - © Fineo by AGC

Zwischen Fineo by AGC und dem ift Rosenheim besteht eine langjährige Zusammenarbeit. So hat das Institut Fineo bei der allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG) für den Einsatz in linienförmig gelagerten Vertikalverglasungen begleitet, die das Deutsche Institut für Bautechnik Anfang 2025 erteilte. Bereits Ende 2024 erhielt AGC zudem als erster Hersteller weltweit die CE-Kennzeichnung für ein Vakuumglas.

"Fineo ist das einzige Vakuumisolierglas, für das eine aBG vorliegt. Ohne diesen Nachweis muss für jedes einzelne Projekt eine vorhabenbezogene Bauartgenehmigung beantragt werden. Ob diese erteilt wird, ist jedoch offen. Im ungünstigsten Fall müssen bereits eingebaute Fenster wieder zurückgebaut werden", sagt Roland Skomda, Fineo-Vertriebsleiter in der DACH-Region. "Mit Fineo haben Planer, Architekten und Fensterbauer von Anfang an Planungssicherheit."

Glastausch zum Erhalt historischer Fenster

Gerade bei historischen Fenstern stellt die energetische Sanierung besondere Anforderungen. Ihre Rahmen wurden für dünnes Einfachglas konstruiert. Moderne Mehrfachverglasungen lassen sich aufgrund ihrer deutlich größeren Gesamtdicke häufig nicht in die vorhandenen Konstruktionen integrieren.

Fineo verbindet laut AGC die geringe Dicke einer Einfachverglasung mit hoher Wärmedämmung und erreicht einen Ug-Wert von 0,7 W/(m²K) gegenüber etwa 5 W/(m²K) bei klassischem Einfachglas. Darüber hinaus könne dieser Wert nach Inbetriebnahme der neuen Produktionslinie am belgischen AGC-Standort in Lodelinsart in der vorgespannten Ausführung bis auf 0,44 W/(m²K) sinken. Diese reduzierten Wärmeverluste wirken sich über die Nutzungsdauer auch auf die CO₂-Emissionen im Gebäudebetrieb aus. Dank seines schlanken Aufbaus lässt es sich auch bei begrenzten Falztiefen einsetzen. Mit einer Bandbreite von rund 7 bis 20 Millimetern Glasdicke decke Fineo einen Großteil der im Bestand vorhandenen Rahmenkonstruktionen ab.

Auf der glasstec zeigt Fineo die Anwendung von Vakuumisolierglas in einem restaurierten Kastenfenster. Wie groß das Potenzial für diese historischen Doppelfenster ist, hat das ift Rosenheim bereits 1996 ermittelt. Rund 74 Millionen Kastenfenster gab es seinerzeit im Bundesgebiet. Ihre Gebrauchseigenschaften und ihre ästhetische Wertigkeit sprechen für den Erhalt, der Schwachpunkt liegt in der Wärmedämmung. Wird eine der Scheiben jedoch durch eine Fineo Vakuumisolierverglasung ersetzt, erreiche die restaurierte Konstruktion Ug-Werte von 0,7 bis 0,5 W/(m²K).

Glastausch statt Fassadenrückbau

Viele Unternehmen und öffentliche Auftraggeber stehen bei der energetischen Sanierung ihrer Bestandsgebäude vor der Frage, wie sich die Wärmedämmung ressourcenschonend verbessern lässt. So muss beim reinen Glastausch gegen eine Vakuumisolierverglasung beispielsweise eine bestehende Aluminiumfassade nicht zurückgebaut, recycelt und durch eine neue Konstruktion ersetzt werden. Durch seinen deutlich schlankeren und leichteren Aufbau kommt Fineo außerdem bei vergleichbarer Wärmedämmung mit weniger Material aus als eine Dreifachverglasung.

Des Weiteren belegen Labortests, dass Fineo seine Wärme- und Schalldämmeigenschaften über 60 Jahre hinweg behält. Ist das Ende der Nutzungsdauer erreicht, lassen sich sämtliche Bestandteile wieder dem Glasofen zuführen. Anders als konventionelles Isolierglas mit Aluminium, Butyl und Polysulfid besteht das Vakuumisolierglas vollständig aus keramischen Materialien und ist zu 100 Prozent recycelbar und kreislauffähig.

Um die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus transparent zu dokumentieren, hat AGC für Fineo durch Dritte verifizierte Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach EN 15804+A2 und ISO 14025 erstellen lassen. So weist die EPD für die Acht-Millimeter-Low-Carbon-Ausführung ein Treibhauspotenzial von 18,9 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter aus (INIES, cradle to gate). Damit zähle Fineo zu den Isolierglaslösungen mit besonders niedrigen GWP-Werten.

"Im Kundengespräch sehen wir täglich, wie groß das Potenzial ist, bei Fenster- und Fassadensanierungen Energieeffizienz und sparsamen Umgang mit Ressourcen zu verbinden", so Roland Skomda. "Auf der glasstec beraten wir Planer, Architekten und Fensterbauer dazu, wie sich das in Restaurierungs- und Renovierungsprojekten mit FINEO umsetzen lässt."

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