Adulkeriem Alhanafi ist Glasergeselle der Firma Bühlmaier Fensterbau in Leinzell. Der syrische Flüchtling beendete im Juli 2019 seine Lehre, beim Wettbewerb Profis leisten was (PLW) hat er auf Bundesebene den Sieg geholt. Bis dahin war es ein langer Weg.
Deutschlands bester Glasergeselle heißt Adulkeriem Alhanafi. Der gebürtige Syrer hat sich beim Leistungswettbewerb PLW des Deutschen Handwerks zunächst auf Landesebene in Karlsruhe und anschließend auch deutschlandweit gegen sämtliche Kontrahenten durchgesetzt. Der Weg dorthin war lang und beschwerlich.
Aus Syrien geflüchtet – nach Libyen
Alhanafi flüchtet im Oktober 2012 mit seiner Familie nach Libyen. Er hatte in Syrien Arabisch auf Lehramt studiert, musste dies aber nach seiner Flucht aufgeben. Sein Ausweg: Er erlernte das Handwerk, Türen und Fenster aus Aluminium herzustellen. Ein Jahr und neun Monate übte er diese Tätigkeit aus. Acht Monate davon war er in einem Betrieb beschäftigt, den er selbst gegründet hatte. Dann fasste er einen folgenreichen Entschluss. "Die Lage in Syrien hatte sich für uns nicht gebessert, auch dort herrschte Krieg. Ich entschied mich dazu, nach Europa zu gehen", schildert Alhanafi.
Örtlicher Schachverein verhilft zur Ausbildung
Ende Juni 2014 reiste er über Italien und Österreich schließlich nach Deutschland ein. "Das erste Jahr verbrachte ich in Bayern, wo ich keine Aufenthaltsgenehmigung erhielt und nicht arbeiten konnte." Nach der Anerkennung als Flüchtling siedelte er mithilfe familiärer Kontakte nach Schwäbisch Gmünd um, wo er sich im örtlichen Schachverein anmeldete. Zum künftigen Ausbildungsbetrieb Bühlmaier Fensterbau in Leinzell war es dann nur noch ein kleiner Schritt.
Wie es mit Adulkeriem Alhanafi weiterging, lesen Sie in der kommenden Doppelausgabe der GFF, die am 22. Mai erscheint .
