Interview FENSTERBAU FRONTALE 2026: Impulsgeber für die Branche

Vom 24. bis zum 27. März 2026 bringt die FENSTERBAU FRONTALE die Branche zusammen – und liefert Antworten auf zentrale Herausforderungen wie Fachkräftemangel, Kostendruck und Nachhaltigkeit. Im Interview mit der Messe Nürnberg sprechen Abteilungsleiterin Elke Harreiß, Veranstaltungsleiterin Chiara Sträßner und Marketingleiterin Ramona Wißmüller über Trends, Chancen und das neue Markendesign der Weltleitmesse.

Chiara Sträßner, Veranstaltungsleitung, Ramona Wißmüller, Marketingleitung, und Elke Harreiß, Abteilungsleitung FENSTERBAU FRONTALE (v. li.). - © Michele Aflatoon/moony mane

Frau Harreiß, die Branche ist zunehmend mit Herausforderungen wie Fachkräftesicherung, steigenden Produktionskosten und einem Rückgang im Neubau konfrontiert. Wie kann die FENSTERBAU FRONTALE Ausstellern und Besuchenden dabei helfen, mit diesen Problematiken umzugehen? 

Ekle Harreiß: Die FENSTERBAU FRONTALE versammelt alle zwei Jahre die internationale Fenster-, Türen- und Fassadenbranche in Nürnberg und fördert den Dialog zwischen Herstellern, Zulieferern, Architekten und dem Handwerk. Das hilft, gemeinsam neue Wege und Lösungen zu finden, um den aktuellen Herausforderungen der Branche zu begegnen und zukunftsweisende Impulse für deren Weiterentwicklung zu setzen.

Aussteller aus aller Welt zeigen innovative Technologien, Automatisierungslösungen und neue, nachhaltige Materialien, die Prozesse effizienter und kostengünstiger machen können. Alle Aussteller und deren Produkte sind gelistet unter www.frontale.de/de-DE/aussteller-produkte/aussteller-finden.

Die Messe bietet zahlreiche Gelegenheiten zum Networking – sei es in den Fachforen, in der Networking-Area, an den Ausstellerständen, bei Events oder in Workshops. Besonders hervorzuheben sind die neuen Formate Zukunftsraum in Halle 7 und die FENSTERBAU FRONTALE Stage in Halle 4A. Durch den Austausch von Best Practices und Erfahrungen entsteht ein wertvoller Wissenstransfer, von dem Aussteller und Besuchende gleichermaßen profitieren.”

Frau Sträßner, Nachhaltigkeit spielt in der Branche eine immer größere Rolle. Dabei gewinnen Themen wie klimasicheres Bauen, ressourcenschonende Produktion und langlebige Materialien zunehmend an Bedeutung. Wie begegnet die FENSTERBAU FRONTALE diesen Trends? Welche Formate wird es vor Ort geben, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen?

Chiara Sträßner: Nachhaltigkeit spielt bei der FENSTERBAU FRONTALE eine zentrale Rolle. Sie fließt unter anderem als entscheidendes Kriterium im offiziellen Bewertungsbogen des FENSTERBAU FRONTALE Innovation Awards ein, in dem eine unabhängige Jury besonders zukunftsweisende Produkte auszeichnet. Denn die innovativen Lösungen sollen nicht nur technisch überzeugen, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen. In Fachforen und Vorträgen werden außerdem nachhaltige Ansätze und Entwicklungen in der Branche diskutiert.

Ein Highlight ist die Sonderschau "klima.sicher.bauen" in Halle 1, die von der Nürnbergmesse in Kooperation mit dem ift Rosenheim organisiert wird. Sie zeigt praxisnah, wie Fenster, Türen und Fassaden klimaresilient und ressourcenschonend gestaltet werden können – etwa durch hitzebeständige Oberflächen, adaptive Sonnenschutzsysteme, Recyclingverfahren oder den Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Begleitende Vorträge vertiefen Themen wie CO₂-Reduktion, graue Energie, Reparierbarkeit und nachhaltige Sanierung. Besuchende erhalten dort konkrete Impulse für die Umsetzung nachhaltiger Bauprojekte – sowohl im Neubau als auch in der Sanierung. Auch das FENSTERBAU FRONTALE Forum bietet zahlreiche Sessions rund um Nachhaltigkeit, serielles Bauen und Ressourceneffizienz.

Kurzum: Die FENSTERBAU FRONTALE 2026 ist der Branchentreffpunkt für alle, die nachhaltiges und klimasicheres Bauen aktiv vorantreiben möchten. 

Frau Wißmüller, die FENSTERBAU FRONTALE erstrahlt ab sofort in einem neuen Design. Wie positioniert sich die Weltleitmesse und was macht sie als Marke aus?

Ramona Wißmüller: Die FENSTERBAU FRONTALE positioniert sich als internationale und führende Messe für Fenster, Türen und Fassaden. In den Antworten unserer Umfrage aus 2024 wird die Messe häufig mit Begriffen wie international, Leitmesse, Branchentreff, und Networking beschrieben. Um diese Positionierung zu stärken, wurde die Marke FENSTERBAU FRONTALE in einem Relaunch gezielt weiterentwickelt und hat ein frisches Update erhalten. Aus dem Claim "Die Messe. Fenster. Tür. Fassade" wurde "Framing what’s next.", um den richtungsweisenden und internationalen Charakter abzubilden. Er steht für den Anspruch, den Rahmen für kommende Entwicklungen zu setzen – sei es im Handwerk, in der Architektur oder in der Industrie. Auch das visuelle Erscheinungsbild wurde modernisiert: Das neue Design und Logo schaffen Klarheit, stärken die Markenidentität und sorgen für eine hohe Wiedererkennbarkeit über alle Kommunikationskanäle hinweg.

Darüber hinaus spiegelt sich die Markenentwicklung auch in den Inhalten wider: Neue Formate wie der Zukunftsraum und die Stage setzen gezielt auf Austausch, Inspiration und Wissenstransfer. Die Messe wird damit nicht nur als Produktplattform, sondern als Denkraum für die Zukunft des Bauens wahrgenommen.

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