Der Glasverarbeiter Arbonia hat im Rahmen seiner Automatisierungsstrategie ein Fächerregallager von Lisec in Betrieb genommen – und damit die Lagerkapazität nahezu verdoppelt. Was das System leistet und wie die Mitarbeitenden davon profitieren.
Das Kerngeschäft von Arbonia und seinen rund 135 Mitarbeitenden umfasst die Produktion von Interior-Produkten aus VSG, ESG, TVG und Float Glas für den B2B-Bereich, insbesondere für den süddeutschen Raum. Das Unternehmen setzt nach eigener Aussage auf industrielle Fertigung, Effizienz und kontinuierliche Weiterentwicklung. Sonderanfertigungen werden gezielt angeboten, der Fokus liege jedoch auf der Serienfertigung ähnlicher Artikel mit "Batchsize one" und Prozessstabilität.
Arbonia und Lisec verbindet eine langjährige Partnerschaft, die von gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit geprägt sei. Besonders geschätzt werde die schnelle Reaktionsfähigkeit von Lisec. Bei technischen Herausforderungen ist das Team laut Arbonia rasch vor Ort, was durch die räumliche Nähe zusätzlich begünstigt wird.
Ein weiterer Vorteil: Lisec kennt die bestehenden Systeme und Prozesse bei Arbonia sehr gut. Das erleichtert die Integration neuer Lösungen und sorge für einen reibungslosen Ablauf bei Erweiterungen und Modernisierungen.
Schritt für Schritt zur Automatisierung
Arbonia betreibt neben einem Lisec-Vorverbundofen auch mehrere Zuschnittlinien des Herstellers – darunter Anlagen für VSG und Floatglas. Die Integration der Lisec-Technologie ermöglicht es dem Betrieb, alle Glassorten auf einer modernen Anlage zu schneiden und bei Bedarf auf ältere Linien auszuweichen. Bereits bei diesem ersten Projekt wurde ein Teil des Zuschnittlagers durch ein automatisches Schieberegal ersetzt. Jetzt wurde mit der Erweiterung des Lisec Fächerregals der nächste Schritt gesetzt.
Die Installation verlief nach Angaben des Unternehmens ausgesprochen zügig: "Am Sonntag wurden die stationären A-Böcke entfernt, am Freitag lief das neue System bereits", erzählt Matthias Baumgartner, Technischer Betriebsleiter bei Arbonia. Von der Demontage der alten Anlagen bis zum Produktionsstart vergingen demnach nur eine Woche.
Was das Fächerregallager leistet
Das LBR-Fächerregallager ermöglicht es, auf kleiner Fläche deutlich mehr Glassorten und -mengen zu lagern. So habe sich die Lagerkapazität nahezu verdoppelt. Das System laufe im Dreischichtbetrieb konstant und störungsfrei. Die Automatisierung durch das Fächerregal entlaste die Belegschaft spürbar. Schweres, manuelles Umstapeln entfällt, und die Mitarbeitenden können sich auf qualifizierte Tätigkeiten konzentrieren.
In Kombination mit der Portalbeschickungsanlage von Lisec werde damit höchste Flexibilität im Glaslager erreicht. Der schnelle Zugriff auf sämtliche lagernde Glassorten sei jederzeit gewährleistet. Gleichzeitig sorge die Automatisierung der Ein- bzw. Umlagerungsvorgänge der Rohgläser für eine optimale Auslastung der Zuschnittlinien.
Arbonia & Lisec: Zusammenarbeit mit Mehrwert
Durch die enge Zusammenarbeit mit Lisec konnte Arbonia laut eigener Aussage die Produktionsprozesse deutlich effizienter und flexibler gestalten. "Jeder Schritt zur Automatisierung muss intern gut kommuniziert werden, aber am Ende sehen die Mitarbeitenden die Vorteile und sind zufrieden, weil sich viele Arbeitsschritte vereinfachen", sagt Matthias Baumgartner. Die Automatisierung entlaste die Mitarbeitenden, steigere die Produktionssicherheit und ermögliche es, wettbewerbsfähig zu bleiben.
