EM der Berufe nicht im Januar 2021 EuroSkills erneut verschoben

Die steigende Anzahl an positiv mit dem Coronavirus getesteter Personen in Europa, zahlreiche internationale wechselseitige Reieswarnungen und die derzeitigen Einschränkungen führen zu einer neuerlichen Verschiebung der EuroSkills auf einen noch unbestimmten Termin. Das deutsche Glaserhandwerk vertritt Jonathan Schaaf.

Die EuroSkills hätten im September 2020 stattfinden sollen, dann im Januar 2021 – und wurden nun auf unbestimmte Zeit verschoben. - © Screenshot euroskills2020.com

Keine EM im Januar 2021: Die Covid-19-Situation in ganz Europa und die damit verbundenen Restriktionen haben sich in den vergangenen drei Wochen verschärft und stellen den Lizenzgeber World Skills Europe und die EuroSkills 2020 GmbH, Veranstalterin von EuroSkills 2020, der Europameisterschaft der Berufe, im Zusammenhang mit der Organisation für Januar 2021 vor enorme Herausforderungen. "Die aktuelle Situation ließ uns leider keine andere Wahl, als EuroSkills neuerlich zu verschieben. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wir wollen die Berufs-EM in Graz auf jeden Fall nachholen", sagt Josef Herk, Aufsichtsratsvorsitzender der EuroSkills 2020 GmbH. Derzeit befinde man sich im Austausch mit den internationalen Verantwortungsträgern.

Zu viele Fragezeichen

Die Absage einiger Nationen in den vergangenen Tagen hatte die Anzahl der Wettbewerbsteilnehmer um insgesamt zirka ein Drittel verringert. "In einigen Wettbewerben kann somit auch die Mindestteilnehmerzahl nicht mehr erreicht werden. Die zahlreichen wechselseitig ausgesprochenen Reisewarnungen und die angekündigten Reduktionen der Winterflugpläne sorgen für große Unsicherheiten bei den teilnehmenden Nationen, so dass bis zum Schluss keine konstante Teilnehmeranzahl gewährleistet ist und damit die Planungsgrundlage dieser Europameisterschaft entzogen wird", sagt Geschäftsführer Harald del Negro.

Aufgrund der ständig steigenden Anzahl positiv getesteter Personen in ganz Europa müsse mit weiteren Absagen gerechnet werden, so dass eine ausgeglichene, faire und spannende Europameisterschaft für die besten Jungfachkräfte aus Europa nicht mehr zu erwarten ist. "Wir geben keinesfalls auf und sind mit dem Lizenzgeber und Dachverband WorldSkills Europe in intensivem Austausch", ergänzt Geschäftsführerin Angelika Ledineg. "In den vergangenen Wochen wurde die Lage Tag für Tag analysiert und es wurden mögliche Szenarien erarbeitet und diskutiert. Wir haben uns schlussendlich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Dachverband dazu entschlossen, EuroSkills zu verschieben und eine Lösung zu finden, die es uns erlaubt, die EM der Berufe so durchzuführen, wie wir es uns alle gemeinsam vorgestellt haben – oder dieses internationale Highlight in einem neuen, aber der Idee entsprechenden Format zu entwickeln."

Unser Mann für Graz

Für das erstmals an den Wettkämpfen teilnehmende Glaserhandwerk tritt aus Deutschland Jonathan Schaaf bei den EuroSkills an. Nach drei Tagen des Denkens, Planens und Handwerks hatte er den Qualifikationswettkampf an der GFF-Fachschule in Karlsruhe gewonnen.