Langlebig & lichtdurchlässig ETFE-basierende Membranfassaden

Ethylen-Tetrafluorethylen – kurz ETFE  – ist ein sehr leichtes, transparentes Folienmaterial. Ursprünglich wurde es vor mehr als 40 Jahren für die Luft- und Raumfahrtindustrie als inertes Beschichtungsmaterial entwickelt. Aufgrund der Materialeigenschaften wie UV-Beständigkeit, hoher Transparenz, Langlebigkeit, Alterungsbeständigkeit und Energieeffizienz hat auch die Bauindustrie die Vorzüge erkannt. Die Membrane kommen zunehmend für Fassaden- und Dachkonstruktionen zum Einsatz. Zum einen lassen sich damit ästhetische, fließende Formen erzeugen, zum anderen ist die Leichtbauweise besonders ressourcenschonend. Eine 100 µm dicke Folie wiegt gerade mal 175 g/m2. Membranfassaden sind für Großbauprojekte wie Stadien oder Flughäfen sehr beliebt. Sie können entweder als Kissenkonstruktionen oder als vorgespannte Systeme – wie bei Merck in Darmstadt – ausgeführt werden. Repräsentative Beispiele sind die Chambourcy Mall in Paris, das Amt für Abfallwirtschaft in München und die US-Botschaft in London.