Kombinieren und Kleben Entwickeln Sie Ihr Holz/Alu-Fenster weiter

GFF sammelte auf der Fachtagung Holz- und Holzmetallfenster 2014 von ift Rosenheim und dem Verband Fenster + Fassade (VFF) Ideen für optimierte Holz/Alu-Konstruktionen und verrät die Möglichkeiten.

Mit der HGV-Technik bauen Fachbetriebe Pfosten-Riegel-Konstruktionen mit schlanken Rahmenprofilen. - © Heiler

VFF-Geschäftsführer Ulrich Tschorn schlüsselte den Markt und die Produktionszahlen für Holz/Aluminium-Fenster in Deutschland auf. Die wichtigste und vielleicht überraschende Erkenntnis: Zwischen 1971 und 2012 gewann das Rahmenmaterial Kunststoff nicht auf Kosten des Holzfensters, sondern eroberte hauptsächlich Anteile vom Metallfenster. Die Holz/Metall-Konstruktion hat seit 1985 stetig, wenn auch von einem sehr niedrigen Niveau ausgehend, Marktanteile in Deutschland gewonnen. Bis 2013 führte dieser Weg zu 1,1 Millionen Fenstereinheiten (FE) und 8,2 Prozent Marktanteil.

Trends bei der Konstruktion von Holz/Metall-Fenstern

Ulrich Sieberath, Institutsleiter des ift Rosenheim, skizzierte die Trends und Anforderungen an moderne Holz- und Holz/Metall-Fenster. Die Profildicken tendieren eindeutig zu 80 Millimeter und mehr, um den anhaltenden Megatrend Energieeffizienz zu bedienen. Dazu kommen Isoliergläser mit Ug-Werten von weniger als 0,7 W/m2K und mit Warmer Kante. Damit seien passivhaustaugliche Uf-Werte von 0,80 und im eingebauten Zustand von 0,85 W/m2K möglich. Ebenso wichtig wie die Energieeinsparung nannte Sieberath den solaren Energieeintrag durch maximale Glasflächen und reduzierte Rahmenanteile sowie technische Zusatzfunktionen der Fensterkonstruktion. Einen Schub bringt nach Ansicht des Experten die Kombination aus Holz/Aluminium.

HGV als Innovation für die Zukunftsfähigkeit

Günter Weinbacher von Otto-Chemie und Hanspeter Petschenig (Petschenig Glastec/Uniglas) stellten die gemeinsam entwickelte Holz-Glas-Verbund (HGV)-Konstruktion vor. Dabei ist das Isolierglas mit dem Rahmen verklebt und übernimmt in der Fassade eine statisch tragende Funktion. Dadurch sind die Rahmenprofile filigraner, der Glasanteil, bspw. in Pfosten-Riegel-Konstruktionen, steigt. Die Wärmedämmung verbessert sich durch das leistungsfähige Isolierglas bis UCW = 0,69 W/m2K; Nachverklotzungsarbeiten wegen schwerer, abgesenkter Elemente entfallen. Uniglas bietet das System unter dem Namen Uniglas | Facade als Isolierglas mit werksseitig applizierten Koppelleisten aus zwölf Millimeter Birkenfurniersperrholz an. Die Leisten sind mit Ottocoll S 660 von Otto-Chemie mit dem Isolierglas kraftschlüssig verbunden.

Mehr zur Fachtagung Holz- und Holzmetallfenster 2014 lesen Sie in der GFF-Ausgabe 4/2014, die am 4. April erscheint.