Damit Ihr Montageauftrag nicht am seidenen Faden hängt Einsatzleiter, bitte kommen

Ohne Hilfsmittel in Form von Kränen, Saugern oder Vakuumhebern kommen die Betriebe auf der Baustelle häufig nicht aus. GFF berichtet im Wunschthema der Mai-Ausgabe, wann Unternehmen dabei auf externe Dienstleistungen zurückgreifen und wann der eigene Maschinenpark für kniffelige Einbaufälle zum Einsatz kommt.

Ein Helikopter flog die Fensterpakete aus dem Tal zur Hütte auf 2.084 Meter Höhe. - © Strobel

Das Waltenberger-Haus liegt an einem exponierten Standort, auf 2.084 Meter Höhe in den Oberstdorfer Bergen am Fuß des Bergs der guten Hoffnung. Entsprechend groß war die logistische Herausforderung für den Bad Wörishofer Fensterbaubetrieb Strobel, 42 Fenster und sieben Türen für den Neubau der Hütte aus dem Tal zum Einsatzort zu bringen. Die einzige Möglichkeit waren Flüge mit dem Hubschrauber. "Das war eine sehr interessante Baustelle", sagt Geschäftsführer Johann Strobel junior im Rückblick zum Ablauf des Projekts.

Organisatorisch war der Helikoptereinsatz nach seinen Angaben kein Problem. Der Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Allgäu-Immenstadt, als Bauherr habe den Hubschrauber beauftragt. Unberechenbar war dagegen das Wetter. "Wir mussten kurzfristig reagieren, wenn das Wetter keinen Flug zuließ", sagt Strobel. "Einmal waren wir mit 25 Leuten oben an der Hütte und mussten wegen Nebels unverrichteter Dinge wieder abziehen."

Monteure übernachten am Berg

Und wenn Strobel mal nicht den Hubschrauber braucht, mit welchen Montagegeräten behilft er sich dann? Die Firma selbst verfügt mit dem Glasboy über ein eigenes Hebegerät. Externe Dienstleister kommen aber immer wieder zum Einsatz, z.B. wenn extrem große, schwere Scheiben zu montieren sind und dementsprechend schwereres Gerät gefragt ist. Auch Autokräne samt Bedienpersonal mietet der Geschäftsführer an. "Man braucht immer das richtige Gerät für die richtige Situation", sagt Strobel.

Ähnlich geht der Fachbetrieb Glas Service Wustrow in Hannover vor. Das Unternehmen nutzt zur Montage auf der Baustelle gerne den Glasrobot, den es sich für seine drei Montagetrupps angeschafft hat. Das Gerät kommt laut Glasermeister und Geschäftsführer Marcel Wustrow zum Einsatz, wenn es um die Montage großer Schaufensterverglasungen geht. "Wenn der Einbau für unsere Monteure rückenschonend möglich ist, setzen wir den Glasrobot gerne ein", sagt Wustrow. Oft ist der Betrieb an Hochhäusern im Einsatz. In diesen Fällen beauftragt Glas Service Wustrow einen Dienstleister, der Autokräne zur Verfügung stellt – samt geschultem Fahrer.

Details zur Heli-Montage und einen Überblick über neu ententwickelte Hebegeräte finden Sie im Wunschthema der GFF-Maiausgabe, die am 3.5.19 erscheint.