In diesem Jahr hatten die Veranstalter der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Europäischen Schloss und Beschlagindustriedie (ARGE) die Konferenz mit Unterstützung der Silca S.p.A. aus Vittorio Veneto, einem Unternehmen der Schweizer KABA-Gruppe organisiert. Als Hauptthema diskutierten die Teilnehmer die erweiterte Präsenz der ARGE gegenüber den CEN-Gremien und der Kommission sowie das „Branchen-EPD-Projekt“, bei dem europaweit gültige Umwelt-Produktdeklarationen für Schlösser und Beschläge erarbeitet werden sollen.
Die Zahl der Teilnehmer lag mit zirka 50 Delegierten unter der aus den Vorjahren, die aktive Beteiligung an den einzelnen Workshops, der fachlichen Diskussion und der Mitgliederversammlung war laut den Organisatoren lebhaft und aus der Sicht der Teilnehmer ein Erfolg. Zum Thema trug zunächst der Präsident der Europäischen ECO-Plattform für Produktdeklarationen, Sven-Olof Ryding aus Schweden vor. Er fasste zusammen, dass das Konzept der ARGE, mittels ausgewählter Hersteller europaweite Datenerhebungen vorzunehmen und so zu repräsentativen Branchen-EPDs für möglichst viele Schloss- und Beschlagprodukte zu kommen, zukunftsweisend sein kann.
Italienischer Verband wieder dabei
Im Anschluss erläuterte Lionel Meleton, Eco-Design Manager bei CETIM France und Projektleiter für das ARGE-EPD-Projekt die Vorgehensweise und den Sachstand. Derzeit läuft eine Marktstudie, um die für einzelne Produktgruppen relevanten europäischen Hersteller zu identifizieren. Gleichzeitig wird bereits an den Produkt-Kategorieregeln gearbeitet, in denen auch die zu berücksichtigenden Produkt-Linien definiert werden. Mit Assoferma ist nach zwejähriger Pause der italienische Verband wieder Mitglied der ARGE geworden. Er beteiligt sich ebenfalls am EPD Projekt.
EPD ab 2015 erarbeiten
Auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft beschlossen die Teilnehmer, dass noch im Herbst dieses Jahres über die Auswahl des EPD Programmhalters entschieden werden soll. Bis zum Ende des Jahres werden dann auch die Machbarkeitsstudie mit der Definition der Produktgruppen fertig gestellt und die Auswahl geeigneter Unternehmen für die Erhebung der Produktionsdaten vorliegen. Die Erarbeitung der einzelnen EPDs soll dann planmäßig ab dem 2. Quartal des nächsten Jahres folgen.
