Jörg Dittrich ist seit dem 1. Januar 2023 neuer Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Er folgte auf Hans Peter Wollseifer, der dem ZDH neun Jahre lang vorgestanden hatte. Dabei will Dittrich in seiner Amtszeit vor allem vier Schwerpunktthemen vorantreiben.
"Die Handwerksbetriebe und deren Beschäftigte stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam und als Team erfolgreich bewältigen können", sagte Dittrich nach seiner Wahl. "Als Handwerkspräsident werde ich mich mit großer Leidenschaft für unsere gemeinsame Mission – die Interessen des Handwerks zu vertreten – bei der Politik und in der Öffentlichkeit stark machen. Das Handwerk ist das Rückgrat und der natürliche Partner für die Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft."
Als Schwerpunktthemen, die er in seiner Amtszeit vorantreiben will, nannte er vor allem die Fachkräftesicherung und Stärkung der beruflichen Bildung, die Digitalisierung und Innovation im Handwerk, die Stärkung des Handwerks als zentralem Umsetzer der politisch entschiedenen Dekarbonisierungsprozesse sowie last but not least die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme und damit verbunden die Entlastung des Faktors Arbeit von Sozialabgaben.
Erfahrener Meister und Handwerkspolitiker
Mit 28 Jahren übernahm Dittrich den 1905 von seinem Urgroßvater gegründeten Familienbetrieb in vierter Generation. Das Dresdner Unternehmen mit einer Niederlassung in Berlin beschäftigt 65 Mitarbeiter in den Gewerken Dachdeckerei, Dachklempnerei, Zimmerei und Trockenbau. 1998 gründete der Dachdeckermeister mit einem polnischen Geschäftspartner einen Betrieb in Breslau, der überwiegend in Polen Dach- und Fassadenarbeiten ausführt.
Seit über zehn Jahren ist Dittrich sowohl regional als auch auf Bundesebene in der Handwerkspolitik aktiv. 2012 wurde er zum Präsidenten der Handwerkskammer Dresden gewählt und seit 2021 ist er Präsident des Sächsischen Handwerkstags. Seit 2015 gehört er dem ZDH-Präsidium und seit 2017 dem Geschäftsführenden Präsidium des ZDH an.
