Kurz gefragt „Die Überzeugungsarbeit ist ein langer Prozess.“

Ester Musahl ist International Product Manager für Permanent Fastening Solutions in der Industrial Division von Tesa - © Friedrichs

GFF: Frau Musahl, welches sind die Innovationstreiber von Tesa für die Fenster-, Türen- und Fassadenindustrie?

Musahl: Mit Tesa ACXplus haben wir eine viskoelastische Klebeband-Technologie entwickelt, die sich durch eine hohe Klebekraft auf Materialien wie Glas, Holz oder Aluminium auszeichnet. Das Acrylatsystem gleicht Spannungen aus und ist temperatur- und witterungsbeständig. Die Produktfamilien sind für das Verkleben von Türfüllungen, Zier- und Fußleisten und Rahmenverkleidungen, zur Trockenversiegelung von Glaselementen und Befestigung von Verkleidungselementen sowie zur Sprossenverklebung konzipiert.

Welches sind die größten Herausforderungen in der Branche?

In vielen industriellen Prozessen kommen nach wie vor herkömmliche Befestigungslösungen wie Flüssigkleber zum Einsatz. Aus unserer Sicht hat die doppelseitige Klebeband-Technologie großes Potenzial. Hier gilt es, Überzeugungsarbeit zu  leisten. Das ist ein langwieriger Prozess. Wir setzen auf strategische Partnerschaften. Unter anderem entwickeln wir mit Homag eine neue Maschinengeneration, die die Applikation des Klebebands integriert.

Was sind die Alleinstellungsmerkmale von technischen Klebebändern?

Im Vergleich zu mechanischen Verbindungen bieten doppelseitige Klebebänder eine hohe Stoß- und Schlagabsorption, zudem entfallen die Trocknungszeiten. Weitere Vorzüge sind die Abdichtungsfunktion, die geräuschdämpfenden Eigenschaften und das geruchsfreie Arbeitsumfeld.