Außergewöhnliche Fassadengestaltung mit Accoya-Holz Die Kraft des Feuers an der Fassade

Die Dälken Ingenieurgesellschaft erbringt an drei Standorten Planungsleistungen für Bauherren aus ganz Deutschland. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung erweitert das Unternehmen seinen Hauptsitz im niedersächsischen Georgsmarienhütte um einen modernen Verwaltungskomplex. Als Fassadenmaterial kommt Accoya-Holz in spezieller Ausführung zum Einsatz.

Visualisierung des Erweiterungsbaus von Dälken in Georgsmarienhütte: Die Fassade aus Accoya-Holz hebt sich bewusst vom Bestand ab. - © Dälken Ingenieurgesellschaft

Der dreigeschossige, kubische Baukörper springt geländebedingt aus der Achse des Bestandsgebäudes hervor. Das neuseeländische Accoya-Holz der anthazitfarbenen Fassade veredelte der niederländische Hersteller Zwarthout mit der japanischen Shou-Sugi-Ban-Methode. Durch kontrolliertes Einbrennen entstehen dabei charakteristisch designte Holzprodukte, die die Kraft des Feuers in Farbe und Struktur symbolisieren. Neben der kräftigen schwarzen Optik ist das Material mit seiner puren Kohleschicht besonders robust und langlebig, da es im Gegensatz zu anderen Holzsorten sehr witterungsresistent und weniger anfällig für Pilze und holzzerstörende Insekten ist.

Glasfuge als verbindendes Element

Der Kubus des Erweiterungsbaus hebt sich bewusst vom ursprünglichen Baukörper ab. Nicht nur das Fassadenmaterial, sondern auch die quadratischen Fenster in vier Abmessungen erzeugen Aufmerksamkeit und sind belebende Elemente. Bestand und Erweiterung verbindet eine Glasfuge, hier sollen künftig Eingang, Empfang und in den Obergeschossen Besprechungsräume untergebracht sein. Die transparente Gestaltung sorgt für Einblicke in die Arbeit der Architekten und Ingenieure und viel Tageslicht.

Der Erweiterungsbau, der zum Jahreswechsel 2019/2020 fertiggestellt werden soll, ist unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit konzipiert. Die ökologische Holzfassade wird mit umweltfreundlicher Mineralwolle gedämmt. Den Wärmebedarf deckt Fernwärme. Eine Begrünung des Dachs bietet nicht nur einen gestalterischen Mehrwert, sondern schafft Lebensraum für Pflanzen und Insekten.

Den ausführlichen Objektbericht lesen Sie in der GFF-Septemberausgabe, die am 6. September erscheint.