Kurz gefragt „Der Zusammenschluss bedeutet mehr Service.“

Arne Klöfkorn ist Vorstand der Bohle AG. - © Bohle

GFF: Herr Klöfkorn, Bohle hat den US-amerikanischen Beschlaghersteller Portals übernommen. Welche Motivation steht dahinter?

Klöfkorn: Der US-amerikanische Markt zählt für die Bohle Gruppe zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Mit Portals schließen wir uns mit einem der führenden Unternehmen im Bereich der Duschbeschläge zusammen und bauen unser dortiges Sortiment zu einem Vollsortiment rund um das Thema Glas aus. Außerdem hilft es uns, unsere Kundenbasis zu erweitern und eine regional bessere Abdeckung zu erzielen.

Wie ist Bohle bisher im US-amerikanischen Markt aufgestellt und welche weiteren Überlegungen gibt es?

Bohle America deckt mit dem Standort in North Carolina bereits stark den Osten der USA ab. Jetzt profitieren wir in Kansas City von einem weiteren Standort inklusive Logistik in der Mitte der USA. Der nächste wirtschaftlich wie logistisch sinnvolle  Schritt wäre eine Expansion in Richtung der Westküste. Wir beschäftigen uns derzeit intensiv damit. Die größte Herausforderung besteht jedoch darin, den geeigneten Standort dafür zu finden.

Welche Vorteile entstehen für die Kunden von Bohle bzw. Portals? Wird es auch Auswirkungen auf den deutschen Markt geben?

Regional gesehen, bedeutet der Zusammenschluss für die Kunden mehr Service durch eine breitere Produktauswahl und kürzere Lieferzeiten – und das bei gewohnter Bohle Qualität. Es kann sogar durchaus sein, dass unsere Kunden in Deutschland ebenfalls von dem Portals Sortiment profitieren. Wir werden mittelfristig prüfen, welche Linien für den deutschen bzw. den europäischen Markt interessant sein könnten.