FENSTERBAU FRONTALE 2026 Der Vorhang ist gefallen – auch für Elke Harreiß

Am Freitagabend hat das FENSTERBAU FRONTALE-Team die Abschlussmeldung zur diesjährigen Messe verschickt. Wenig später kam eine weitere Nachricht – und die bedeutet das Ende einer Ära: Elke Harreiß verlässt die Messe Nürnberg, und das bereits zum Ende des Monats. Beide Meldungen finden Sie hier zusammengefasst.

Zirka 75.000 Besuchern aus 117 Ländern zog das Messeduo aus FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK an. - © Metzger

Zum 31. März 2026 verlässt Elke Harreiß, langjährige Executive Director der FENSTERBAU FRONTALE und der Chillventa (Weltleitmesse der Kältetechnik), die NürnbergMesse und widmet sich künftig neuen beruflichen Herausforderungen. "Mit großem Engagement prägte sie über zwei Jahrzehnte die inhaltliche Weiterentwicklung beider Veranstaltungen und stärkte ihre Bedeutung als internationale Branchentreffpunkte. Die NürnbergMesse dankt ihr ausdrücklich für ihren Einsatz", heißt es in der Presseaussendung.

Harreiß übergibt an Slotta

Für die FENSTERBAU FRONTALE übergibt Harreiß den Staffelstab an Heike Slotta. Sie ist künftig für die strategische Ausrichtung sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung der Veranstaltung verantwortlich. Slotta ist seit 26 Jahren Executive Director Exhibitions bei der NürnbergMesse und für zahlreiche internationale Fachmessen verantwortlich. Sie verfügt der Messegesellschaft zufolge über umfassende Erfahrung in der Entwicklung internationaler Messekonzepte sowie in der Positionierung fachlich hochwertiger Veranstaltungen in unterschiedlichen Industrien und Wirtschaftszweigen.

FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK ziehen Bilanz

Elke Harreiß kommt in der Abschlussmeldung zur FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK noch einmal zu Wort. In dieser hebt sie den Mehrwert des gemeinsamen Branchendialogs hervor: "Die Atmosphäre lebt von der Leidenschaft dieser Branche. Die FENSTERBAU FRONTALE ist der Ort, an dem sich die Community orientiert, Inspirationen einholt und weiterentwickelt. Dass das Messeduo gewachsen ist, zeigt die hohe Synergie und wie wichtig dieser Austausch gerade jetzt ist." Ihr besonderer Dank gelte allen Ausstellern, die mit ihrem Engagement wesentlich zum Ergebnis beigetragen hätten.

Der Hintergrund ihrer Äußerung: Mit insgesamt 1.022 Ausstellern aus 47 Ländern (FENSTERBAU FRONTALE: 675 Aussteller) kann das Messeduo ein Ausstellerplus im Vergleich zur Vorveranstaltung ausweisen (2024: 973 Aussteller aus 44 Ländern; FENSTERBAU FRONTALE: 644 Aussteller). Ihre Produkte und Lösungen für die Fenster-, Türen-, Fassaden- und Holzhandwerksbranche präsentierten die anwesenden Unternehmen dabei zirka 75.000 Besuchern aus 117 Ländern (gleiches Niveau wie 2024). "Mit einem spürbaren Energieschub, einer beeindruckenden Dynamik in den Hallen und einem Ausstellerplus gegenüber der Vorveranstaltung ist das Messeduo FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK 2026 nach vier intensiven und inspirierenden Messetagen erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 24. bis zum 27. März 2026 wurde Nürnberg erneut zum Herzstück der internationalen Fenster-, Türen-, Fassaden- und Holzhandwerksbranche", lautet das Fazit der Veranstalter.

Und weiter: Die diesjährige Ausgabe habe gezeigt, welche Bedeutung persönlicher Austausch und erlebbare Technologien für eine Branche besitzen, die sich inmitten eines Wandels befinde. "Volle Hallen im Messezentrum Nürnberg, eindrucksvolle Stände, intensive Gespräche und ein hochkarätiges Rahmenprogramm prägten das Bild an allen vier Messetagen. Beide Veranstaltungen verbanden praxisnahe Wissensvermittlung, strategische Zukunftsthemen und internationale Expertise – ein Zusammenspiel, das die Besuchenden spürbar begeisterte."

Neue Formate und umfangreiches Rahmenprogramm

Blicken wir genauer auf die FENSTERBAU FRONTALE. Die Messe, ideell getragen vom Fachverband Glas Fenster Fassade Baden-Württemberg und vom Landesinnungsverband des Bayerischen Glaserhandwerks, möchte nicht nur zentraler Branchentreffpunkt sein, sondern auch eine Plattform, die Orientierung bietet, Innovationen sichtbar macht und Zukunftsstrategien gemeinsam weiterentwickelt. Vor diesem Hintergrund setzten die Organisatoren auf ein breit aufgestelltes Rahmenprogramm.

Chiara Sträßner, Veranstaltungsleiterin FENSTERBAU FRONTALE, hebt den Erfolg der neuen Formate hervor: "Unsere neuen Formate – von der Stage über den Innovation Award zum Zukunftsraum – haben gezeigt, welchen gemeinsamen Mehrwert wir schaffen können: Wissen teilen, Perspektiven verbinden und echte Inspiration ermöglichen." Die starke Resonanz bestätige, dass Nürnberg der richtige Ort sei, an dem die Branche gemeinsam weiterkomme und Zukunft gestalte.

Stage und Forum: Fachwissen und Preisverleihungen

Auf der neuen FENSTERBAU FRONTALE Stage standen Themen wie energetische Sanierung, serielles Bauen, Klimaanpassung, Kreislaufwirtschaft und digitale Planungsprozesse im Mittelpunkt. Das FENSTERBAU FRONTALE Forum wiederum bot vertiefende Fachvorträge und praxisnahe Einblicke. Auch Preise wurden auf beiden Bühnen vergeben. Auf der Stage vergab die Messe erstmals den FENSTERBAU FRONTALE Innovation Award. Aus insgesamt 39 Einreichungen ging Remmers mit dem Produkt Induline I-130 als Gewinner hervor. Im Forum erhielt MB Fensterbau Beelitz den Titel Fensterbauer des Jahres 2026. Den Meister Award nahmen Hendryk Urban (Fachpraxis) und Lisa-Marie Schmiedle (Fachtheorie) entgegen.

Das international besetzte Forum Architektur-Fenster-Fassade von AIT-Dialog widmete sich unter dem Motto "Balance – Bauen im Gleichgewicht" veränderten Planungsanforderungen und nachhaltigen Bauweisen. Guided Tours vertieften die Inhalte anschließend im direkten Austausch mit passenden Ausstellern. Die Sonderschau klima.sicher.bauen in Kooperation mit dem ift Rosenheim vermittelte nachhaltige Bauweisen und klimaresiliente Lösungen praxisnah. Der Metallbautreff, unterstützt von Metall-markt.net, diente als Anlaufstelle für Wissenstransfer und Networking.

HOLZ-HANDWERK mit neuem Arena-Format

Die HOLZ-HANDWERK, gemeinsam mit dem VDMA Holzbearbeitungsmaschinen veranstaltet und ideell vom Fachverband Schreinerhandwerk (FSH) Bayern getragen, bot in diesem Jahr erstmals ein besonders dialogorientiertes Programm. In der neuen HOLZ-HANDWERK Arena, unterstützt durch das Fachmagazin dds, diskutierten Nachwuchstalente, erfahrene Handwerksbetriebe und Branchenexperten über Herausforderungen in Ausbildung, Digitalisierung und Materialeinsatz. Die Arena vermittelte damit nicht nur einen Überblick über den Status quo, sondern öffnete zugleich den Blick nach vorn: Sie zeigte, wie moderne Handwerksbetriebe in Zukunft arbeiten werden – und welche Themen die Branche in den kommenden Jahren prägen.

Die vom FSH Bayern kuratierte Materialshow präsentierte Werkstoffe für das Schreinerhandwerk und setzte Impulse zur Gestaltung. Der HOLZ-HANDWERK Campus gab einen Überblick über technische Ausbildungswege und Weiterbildungsmöglichkeiten. Hochschulen, Berufsfachschulen und Institutionen stellten moderne Lehrinhalte vor und zeigten die Vielfalt der Karrierewege im Holzhandwerk.

Starke Synergie im Messeduo

Beide Messen bespielten auch gemeinsame Programmpunkte. Der Zukunftsraum, gestaltet von FENSTERBAU FRONTALE, HOLZ-HANDWERK und 100 Prozent Digital, präsentierte digitale Bürokonzepte, KI-gestützte Planung, Smart Building-Technologien sowie Zukunftsthemen rund um Mitarbeiterführung, Nachwuchs und Organisationsentwicklung. Der Programmpunkt Fokus Innentüren zeigte, wie sich Ästhetik, Funktionalität und Technik in modernen Türlösungen verbinden lassen. Spezielle Guided Tours ergänzten das Format.

Der Termin für die nächste FENSTERBAU FRONTALE und HOLZ-HANDWERK steht bereits fest: Vom 28. bis zum 31. März 2028 findet das Messeduo erneut statt.

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