Was ändert sich für die an die DIK verkauften Glassolutions-Betriebe? Der Fokus liegt weiterhin auf den Regionalmärkten

Sieben Standorte seines Glassolutions-Netzwerks hat Saint-Gobain Glass an die Deutsche Industriekapital (DIK) veräußert. GFF sagt, was das für die Betriebe sowie deren Mitarbeiter bedeutet und wie es jetzt unter dem neuen Namen Caleoglas für den Verbund weitergeht.

Warum verkauft Saint-Gobain sieben seiner Betriebe, die als Teil des Glassolutions-Netzwerks einen Umsatz von 45 Million Euro erwirtschaften? Die Antwort:Saint-Gobain realisiert gerade Devestitionen, also das Gegenteil von Investitionen. Hinter dieser Optimierung des Firmenportfolios steht die Konzernstrategie Transform and Grow. Bislang seien darüber bereits drei Milliarden Euro realisiert worden.

Darunter fällt auch die Übertragung der sieben Glassolutions Standorte Flensburg, Kiel, Rostock, Bremen, Potsdam, Murr sowie Freiburg an die Deutsche Industriekapital (DIK). „Diese Betriebe sind überwiegend im Regionalmarkt tätig. Glassolutions fokussiert sich jetzt in Deutschland nur noch auf die großen industriellen Betriebsstätten sowie auf Spezialitäten wie Solarglas und gebogene Gläser“, erläutert Ingolf Ripberger, der im Glasbereich von Saint-Gobain in verschiedenen Geschäftsbereichen lange als Geschäftsführer tätig war und nun innerhalb der neuen Gruppe der veräußerten Standorte als Geschäftsführer für Bremen sowie für den Norden verantwortlich ist.

Nur der Name ändert sich

Für die Standorte ändere sich in organisatorischer Hinsicht nichts, sagt Ripberger. Sowohl Mitarbeiter als auch Betriebsabläufe blieben gleich – ebenfalls die enge Zusammenarbeit mit Saint-Gobain Glass. „Alle Betriebe werden weitergeführt. Verträge mit Kunden und Lieferanten ändern sich nicht“, sagt Ripberger. Eine Neuerung gibt es aber: den Namen – aus Glassoulutions wird Caleoglas. Als Grund dafür nennt Ripberger, dass Saint-Gobain die verbleibenden Betriebe auch weiterhin unter dem Namen Glassolutions betreibt.

Die im Norden ansässigen Gesellschaften in Rostock, Flensburg und Kiel heißen nun Caleoglas Nord, die Standorte in Bremen und Potsdam werden zu Caleoglas Bremen beziehungsweise Potsdam und die Betriebe in Murr, in der Nähe von  Stuttgart, sowie Freiburg entsprechend zu Caleoglas Süd. Caleo stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „glühen“. Das ist Ripberger zufolge auch das Motto der neu entstandenen Gruppe: Mit Eifer und viel Leidenschaft mehr aus Glas machen.

Schlankere Strukturen angekündigt

Seit dem 6. März gehören die sieben Betriebe der Beteiligungsgesellschaft DIK. Der Fokus der Standorte soll sich weiterhin auf den Regionalmarkt richten. „Natürlich werden die manchmal doch recht verlangsamend wirkenden Konzernstrukturen abgebaut, um noch schneller und reaktiver auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können und das Produktportfolio flexibel zu erweitern“, betont Ripberger. Die Standorte von Caleoglas wachsen nach seinen Angaben bereits seit dem vergangenen Jahr. Und es sei geplant, diesen stabilen Trend in den kommendenden Jahren noch weiterzuführen.