Abstimmung: Sieger mit 50 Prozent Das Unternehmen auf Erfolgskurs bringen

Für viele etablierte Unternehmen in der Glas- und Fensterbaubranche steht die Zukunft auf dem Spiel, weil eine passende Nachfolgelösung fehlt. Drei Best-Practice-Beispiele aus Handwerk und Industrie zeigen, wie ein erfolgreicher Generationswechsel gelingen kann.

© Fensterbau Sadzik

Wer den Schritt in die Selbstständigkeit plant, hat zwei Möglichkeiten: entweder die Neugründung oder Übernahme eines bestehenden Betriebs. Letztere hat großes Potenzial, wie ein Blick auf die Zahlen zeigt: Laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) suchen mehr als 125.000 Handwerksbetriebe bis 2030 einen Nachfolger. Zu dieser Möglichkeit rät auch Wilhelm Hachtel, Coach für Selbstmanagement und ehemaliger Geschäftsführer von MHZ: "In der heutigen Zeit empfehle ich jedem Jungmeister dringend, einen alteingesessenen Betrieb zu übernehmen. Dort ist alles vorhanden – vom Kundenstamm über Werkzeuge und Maschinen bis zu etablierten Prozessen."

Beispiel Nummer eins: Fensterbau Dietz

Für genau diese Option hat sich Christoph Sadzik entschieden: Der staatlich geprüfte Holztechniker und Tischlermeister hat am 1. Januar 2024 die Firma Fensterbau Dietz im baden-württembergischen Pfalzgrafenweiler übernommen. "Ich hätte gar keinen Betrieb aufbauen können, da braucht man mindestens eine Million Euro Startkapital für Betriebsräume, Maschinen und Werkzeuge", sagt er.

Mit dem Ziel, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, hatte er sich zuvor im näheren Umkreis seines Wohnorts Waldachtal umgeschaut – und wurde über sein Netzwerk auf den alteingesessenen Handwerksbetrieb aufmerksam. "Der Inhaber Helmut Dietz war schon länger auf der Suche nach einem Nachfolger", erinnert er sich.

"Er hat das Traditionsunternehmen, das seit 125 Jahren besteht, in dritter Familiengeneration geführt." Die Chemie zwischen den beiden passte sofort und auch die Vorstellungen stimmten überein. Dietz habe jemanden gesucht, der die Firma in seinem Sinne weiterführt. "Es war ihm wichtig, dass die eigene Fensterfertigung bestehen bleibt und die vier Mitarbeiter übernommen werden, denn die Erfahrung der Belegschaft ist ein wichtiger Baustein für einen funktionierenden Handwerksbetrieb", so Sadzik.

Interessenten, die die Mitarbeiter zwar übernommen hätten, aber die Fertigung schließen und nur den Kundenstamm übernehmen wollten, habe Dietz immer abgewiesen. "Er wollte keinen Industriebetrieb aus seinem Unternehmen machen", bekräftigt der Nachfolger.

Den gesamten Beitrag lesen Sie in GFF 3/25, das Heft erscheint am 11. März.