GFF: Herr Christiansen, Baltic Fenster & Türen GmbH in Langenhorn hat am 14. Februar 2018 Insolvenzantrag gestellt. Welches sind die Gründe dafür?
Christiansen: Die Investitionsphase von Baltic beeinflussten vorwiegend externe Einflüsse. Dadurch war die Möglichkeit nicht mehr gegeben, unser zukunftsorientiertes und tragfähiges Sanierungskonzept in angemessener Zeit abzuschließen. Diese Zeit haben wir nun durch den Insolvenzantrag zurückgewonnen.
Sie rechnen mit einer vollständigen Sanierung des Unternehmens bis zum kommenden Sommer. Mit welchem Konzept wollen Sie dieses Ziel erreichen?
Wir wollen die eingeleiteten Schritte ergänzen und mit unseren eigenen, aber auch mit externen Fachkräften zu Ende führen. Baltic Fenster und Türen erwartet, gestärkt aus der Sanierungsphase hervorzugehen. Wobei wir davon ausgehen, dass die Sanierungsmöglichkeiten der Insolvenzordnung einen bedeutenden Beitrag dazu leisten.
Welche Rolle spielt für das Konzept der Standort im thüringischen Korbußen?
Während unsere Fachleute in Langenhorn täglich zirka 700 Fenstereinheiten produzieren, stellt Baltic am strategisch wichtigen Standort in Thüringen vor allem hochwertige Haustüren her. Wir planen unverändert auch in Zukunft mit diesem Standort. Wie in der Vergangenheit auch, soll er einen wesentlichen Erfolgsbeitrag leisten.
Bleiben die 120 Arbeitsplätze an beiden Standorten erhalten?
In Langenhorn beschäftigen wir aktuell 103 und in Korbußen 17 Mitarbeiter. Wir streben an, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, und sind der Auffassung, dass die Chancen dafür gut stehen.
