Ubiquitous Energy, als Spin-off aus dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge hervorgegangen, hat eine Beschichtung entwickelt, die transparent ist und gleichzeitig Energie erzeugt. GFF sagt, wie marktreif die Innovation mittlerweile ist.

In Ausgabe 11/2019 hat GFF über die innovative CVP-Technologie von Ubiquitous Energy (UE) berichtet. Die Beschichtung des Unternehmens ist transparent und erzeugt gleichzeitig Energie aus Sonnenlicht. Wie Mitbegründer und CTO Miles Barr auf Nachfrage von GFF mitteilt, hat das Start-up das vergangene Jahr verstärkt dazu genutzt, um die Produkte zur Marktreife zu bringen. "Für dieses Ziel haben wir unser Netzwerk an Investoren und Fertigungspartnern ausgebaut", sagt Barr. Auch in der Führungsmannschaft des Unternehmens hat es Änderungen gegeben. Seit Oktober 2019 ist Susan Stone als CEO tätig. "Stone führt unser Team und richtet das Unternehmen entsprechend unserer Vision für die Zukunft aus", sagt Barr.
Auf dem Weg zur Marktreife
Wie marktreif ist die Technologie inzwischen? Wie Barr berichtet, habe UE bei der Energiegewinnung und Transparenz weitere Verbesserungen erzielt. Mittlerweile verfüge das Unternehmen nach seinen Angaben über Protoypen, die alle Anforderungen der Fensterindustrie erfüllten: hohe Qualität, Transparenz und hervorragende Funktionalität. Zudem treibe UE dank der neuen Partnerschaften die Herstellung in größerem Umfang voran. "Wir legen den Fokus darauf, unsere Technologie für Neubau- und Sanierungsfenster anwendbar zu machen", führt Barr aus. "In Zukunft wollen wir aber auch Möglichkeiten entwickeln, die Technologie in bestehende Fenster zu integrieren."
Neben der bisherigen Fokussierung auf Gewerbeobjekte hat UE laut Barr nun auch die Anwendung in Wohngebäuden im Blick. Die Fenster sollen hier Teil des SmartHome-Ökosystems werden. "Die Fenster sollen mit SmartHome-Geräten kommunizieren und sie mit Strom versorgen. Auch sollen die Fenster selbst smarte Funktionalitäten bekommen", sagt Barr. "Wir konzentrieren uns auf erhöhte Funktionalität und Möglichkeiten, die eingefangene Solarenergie noch besser für die Fenster selbst nutzbar zu machen, anstatt die Energie nur in das Stromnetz einzuspeisen."
Headquarter als Beispielprojekt
Dass die Technologe funktioniert, ist am UE-Firmensitz in Silicon Valley zu sehen. Dort wurden an der Fassade zirka zehn Quadratmeter der transparenten Solarfenster installiert. Diese liefern den Strom für die Beleuchtung eines angrenzenden Konferenzraums. "Wir haben weitere Produktinstallationen zusammen mit Partnerunternehmen in Vorbereitung, die wir in naher Zukunft bekannt geben werden", sagt Barr.