GFF wirft einen Blick hinter die Kulissen der Produktentwicklung und sagt, wie bei SFS sowie Foppe + Foppe neue Befestigungslösungen entstehen und welche Rolle dabei das Feedback der Verarbeiter spielt. Für ausgewählte Produkte wird im Detail erläutert, welche Vorteile sie Handwerksbetrieben im Arbeitsalltag bringen.

Wie läuft bei den Anbietern von Fensterbefestigungstechnik die Entwicklung neuer Produkte ab? Wie sind die Verarbeiter in den Prozess eingebunden und mit welchen Wünschen und Anregungen wenden sie sich an die Unternehmen? GFF hat nachgefragt bei SFS sowie Foppe + Foppe und stellt in diesem Zusammenhang auch ausgewählte Lösungen vor, die den Anforderungen von heute gerecht werden und die Erwartungen der Fachpartner erfüllen.
SFS: Praxisorientierte Produktentwicklung
Die Produktentwicklung beim Befestigungsspezialisten SFS ist nach Unternehmensangaben stark praxis- und anwendungsorientiert. "Grundlage jeder Innovation ist eine systematische Sammlung von Marktinformationen, die aus verschiedenen Quellen stammen: Kundeninterviews, Baustellenbesuche, der tägliche Kontakt der Anwendungstechnik und des technischen Vertriebs mit den Verarbeitern, sowie Marktfeedback, unter anderem zu typischen Pain Points", sagt Mathias Mandler, Head of Marketing and E-Commerce bei SFS. Diese Informationen fließen nach seinen Angaben direkt ins Produktmanagement, wo diese strukturiert, ausgewertet und in einem nächsten Schritt gemeinsam mit den relevanten Fachabteilungen geprüft werden.
"Ergibt sich ein schlüssiges Bild aus Marktpotenzial und Relevanz, wird das Thema in die Innovations-Roadmap aufgenommen und entsprechend priorisiert", führt Mandler weiter aus. Es folge die Erarbeitung erster Lösungskonzepte, die in enger Abstimmung mit Key-Kunden weiterentwickelt und unter realen Bedingungen auf der Baustelle getestet werden. Parallel dazu werden die technischen und wirtschaftlichen Machbarkeiten sowie die Anforderungen an Normen, Zulassungen und Nachhaltigkeit geprüft – bis hin zur konkreten Umsetzung und Markteinführung (Time to Market).
Unkonventionelle Ansätze in der Entwicklung
Trotz des Eindrucks, der Markt sei bereits vollständig erschlossen, sieht Mandler die Entwicklung neuer Produkte keineswegs ausgereizt. Im Gegenteil: "Neue bauphysikalische Anforderungen, veränderte architektonische Lösungen oder der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit sorgen für einen kontinuierlichen Innovationsdruck", sagt der Fachmann. Gleichzeitig entstehen nach seinen Angaben immer wieder neue Anwendungsbereiche, in denen bestehende Lösungen an ihre Grenzen stoßen – etwa durch neue Materialien, größere Fensterflächen oder sich wandelnde Montagerichtlinien.