Auf seinem Partnertag Ende Mai gewährte der oberpfälzische Fensterhersteller Höhbauer einen Blick in die Zukunft. Außer der Vorpremiere eines neuen Kunststofffensters stand die künftige strategische Ausrichtung des Unternehmens im Vordergrund. Maßgeblich mitgestaltet hat das Konzept ("zweitausend20") Junior-Chef Christoph Höhbauer.

"Das Fundament des Unternehmens sind und bleiben Werte", erklärt Höhbauer. Werte, die Christoph Höhbauer von seinen Eltern vorgelebt bekommt und die er als Teil der Geschäftsführung aktiv mittragen will. „Wir befinden uns zwar auf dem Weg hin zum Industriebetrieb, das Miteinander im Unternehmen hat für uns als Familienunternehmen aber einen sehr hohen Stellenwert.“
Von der Physik in den Fensterbau
Dass der heute 32-Jährige einmal in das Familienunternehmen einsteigen würde, war nicht von Anfang an klar. "Zu Beginn meines Studiums wusste ich das nicht", sagt Höhbauer. "Da habe ich das studiert, was mir in der Schule am meisten Spaß gemacht hat − Physik." Im Nachhinein betrachtet, nicht die schlechteste Wahl, ist doch das erworbene Fachwissen in der Fensterbaubranche durchaus hilfreich.
Verschlankung der Prozesse
Um das Unternehmen für die Zukunft bereit zu machen, spielen vor allem die Prinzipien Kaizen und Lean-Management eine große Rolle. Es geht um klare, schlanke Prozesse sowie die Einbindung der Mitarbeiter in Entscheidungen. Umgesetzt ist beides bereits in der Holzfertigung. An einem riesigen Holzmodell der gesamten Anlage richteten Beschäftigte ihren Arbeitsbereich so ein, wie sie es als sinnvoll erachteten. "Unsere Mitarbeiter haben sich hier toll eingebracht", sagt Höhbauer. "Sie positionierten Tische, Schränke und Maschinen für ihren eigenen Arbeitsbereich − aber auch mit Blick auf den gesamten Fertigungsfluss." Effizientere Abläufe sind die Folge.
Was sonst noch auf dem Partnertag von Höhbauer los war , lesen Sie in der GFF-Ausgabe 7/8-14, die am 4. Juli erscheint.