Fenster und Türen Blecher feiert drei Jubiläen

Zirka 200 Fensterprofis kamen zum Partnertag von Otto Blecher nach Bad Laasphe – und erlebten weit mehr als eine Geburtstagsfeier. Neben Sicherheitsthemen und digitalen Vertriebstools sorgte ein Beschlagsystem für besondere Aufmerksamkeit.

Jan Lukas und Ann Sophie Blecher feierten zusammen mit ihren Eltern Tanja und Christof
Blecher sowie hunderten Gästen in Bad Laasphe die lange Firmentradition. - © Blecher

Das Unternehmen Otto Blecher mit Sitz in Bad Laasphe blickt auf gleich drei Meilensteine zurück: 90 Jahre Handwerkstradition, 50 Jahre Fensterbau und 40 Jahre Fenster und Türen für den Fachhandel. Das Familienunternehmen nutzte den Partnertag, um seinen zirka 200 angereisten Fachbesuchern aus dem gesamten Bundesgebiet neben der Firmengeschichte auch aktuelle Branchenthemen und Produktneuheiten zu präsentieren.

Im Jahr 1936 gründete Otto Blecher, Großvater des heutigen Geschäftsführers Christof Blecher, die Schreinerei in Bad Laasphe. Im Jahr 1976 lieferte der Familienbetrieb seine ersten Kunststofffenster aus. Zehn Jahre später konzentrierte sich das Unternehmen auf die Produktion von Fenstern und Türen für den Fachhandel. Heute beschäftigt Blecher nach eigenen Angaben zirka 200 Mitarbeitende und wird in dritter Generation geführt.

Bereits am Vorabend der Jubiläumsfeier empfing die Familie Blecher zirka 340 Mitarbeitende, Partner und Geschäftsfreunde auf dem Werksgelände. Unter den Gratulanten befanden sich auch Josef Beckhoff, Vorstand von Veka, sowie Lukas Hartleif aus der dritten Generation der Veka-Gründerfamilie.

Cybersicherheit und die Gefahren durch KI

Der Vormittag des Partnertags stand im Zeichen von Sicherheit – sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld. Kriminal- und Geheimdienstanalyst Dr. Mark T. Hofmann berichtete über Tricks und Motive krimineller Hacker, Scammer und Phishing-Betrüger. Cornelius Neufeldt, geschäftsführender Gesellschafter des IT-Dienstleisters Neufeldt & Völkel, richtete den Fokus auf die betriebliche Cybersicherheit: „Angriffe finden zu mehr als 90 Prozent über Mitarbeitende statt", sagte er. Die größte Gefahr lauere nicht in der Technik, sondern in mangelnden Grundlagen wie sicheren Passwörtern und in der Bequemlichkeit der Beschäftigten.

Digitale Vertriebswerkzeuge und QR-Codes ab August 2026

Im Anschluss stellten Magnus Kowohl (Digital Building Solutions), Cornelius Neufeldt, Lars Brandt (Rodenberg Türsysteme) und Lukas Lang, bei Blecher verantwortlich für Marketing und digitalen Vertrieb, das digitale Angebot des Unternehmens vor. Gemeinsam mit Rodenberg bietet Blecher seinen Partnern die Technik einer digitalen Multivisions-Haustür für den Showroom an.

Darüber hinaus stellt Blecher seinen Fachhandelspartnern das Tool Blecher Connect zur Verfügung, das Fensterbauwissen und Support bündelt. Eine Augmented-Reality-Funktion soll das Werkzeug demnächst erweitern: Über die Kamera eines Tablets oder Smartphones lassen sich Fenster virtuell in das Ambiente vor Ort einsetzen. Bauherren erhalten so einen lebensechten optischen Eindruck vom jeweiligen Bauelement.

Eine weitere Neuerung betrifft die Rückverfolgbarkeit: Seit August 2026 trägt dem Unternehmen zufolge jedes Element aus Bad Laasphe einen QR-Code. Dieser führt zu den individuellen Daten des jeweiligen Fensters oder der Tür und bietet umfangreiche Dokumentationen. Selbst nach Jahren lässt sich so etwa im Reparaturfall nachvollziehen, welche Bauteile zum Einsatz kamen.

Werksführung und Produktionserweiterung

Am Nachmittag lud Blecher zu Workshops und einer Werksführung in die Produktionshalle ein. Das Unternehmen erweitert diese gerade auf eine Fläche von dann 11.000 Quadratmeter. Im Zweischichtbetrieb produziert das Werk nach eigenen Angaben mit modernsten Maschinen und Anlagen mehr als 400 Fenstereinheiten pro Tag.

Neueste Produkte und Markttrends

Start- und Zielpunkt der Werksführungen bildete eine Ausstellung mit Ständen von Winkhaus, Digital Building Solutions, Energy Glas, Heroal, Rodenberg, Roll-tec, Balzer Baubedarf, Schmidt und Veka. Auch Blecher selbst präsentierte aktuelle Lösungen. Dicht umlagert war nach Unternehmensangaben ein Kunststofffenster mit dem Profilsystem Veka Pure 82 und dem Insektenschutz Flexscreen, der sich einfach auch im Bestandsfenster vor Ort in den Fensterrahmen einsetzen lasse.

Reges Interesse weckte zudem eine Pivot-Tür, die ein Heroal-Profil mit einer Rodenberg-Füllung kombiniert. Blecher bietet dieses Element bis zu einer Größe von 3.000 mal 1.800 Millimeter für besonders anspruchsvolle Bauherren an. Ebenfalls zu den Ausstellungshöhepunkten zählte eine Aluminium-Balkontür mit dem verdeckt liegenden Winkhaus-Beschlag Activpilot Topstar, einem Heroal-Sonnenschutz mit Zip-Screen sowie Insektenschutz und Absturzsicherung.

Beschlagsystem für gesunde Raumlüftung

Mit großem Interesse begutachteten die Fachbesucher laut Otto Blecher ein Kunststofffenster im Sonderformat mit Veka-Profil und dem Beschlagsystem Winkhaus Activpilot Comfort Pad. Dieses ermöglicht neben der Drehöffnung die Parallelabstellung des Flügels als zusätzliche Fensterstellung für eine natürliche Raumlüftung.

Eine geplante Erweiterung dieses Systems präsentierten Verkaufsleiter Jens Drescher, Außendienstmitarbeiter Daniel Raue und Winkhaus-Anwendungstechniker Michael Priegent als Studie: Sie kombiniert alle drei Fensterstellungen – Drehöffnung, Kippstellung und Parallelabstellung – mit einer motorischen Steuerung.

Als letzte Station des Partnertags traten die Besucher an einer Torwand gegeneinander an. Die Siegesprämie: eine kostenlose Haustür aus der Fertigung von Blecher. Bester Schütze war Sadik Simsek von Hamiti mit Sitz in Mönchengladbach.

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