Trendwende in der Bauwirtschaft B+L Marktdaten prognostiziert Aufschwung im Wohnungsbau

Die Bauwirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz steht vor einer Trendwende. Laut B+L Marktdaten wird der Neubau in den kommenden Jahren stärker wachsen als die Renovierung. Das Marktforschungsinstitut präsentiert seine Prognosen auf dem Zukunftsforum am 25. Juni 2026.

In Deutschland zeigt sich derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau. - © Unkas Photo/stock.adobe.com

Die Baugenehmigungen im Wohnungsbau in Deutschland zeigen eine stabile Aufwärtsbewegung. Von Januar bis Oktober 2025 genehmigten die Behörden nach Angaben von B+L Marktdaten zirka 160.000 Wohnungen im Neubau – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziere für das Jahr 2026 ein reales Umsatzplus von 2,5 Prozent.

Nichtwohnbau: Rückgang ab 2027 erwartet

Im Nichtwohnbau stütze sich die Stabilität im Jahr 2026 noch auf verzögerte Projekte aus den Boomjahren 2022 und 2023, so das Marktforschungsinstitut mit Sitz in Bonn. Ab 2027 drohe jedoch ein breiter Rückgang, da die Projektpipeline dann erschöpft sei und neue Genehmigungen ausbleiben.

In der Schweiz entwickle sich die Bauwirtschaft erneut stabiler als in den Nachbarländern, getragen von kontinuierlichen Investitionen und moderatem Wachstum. In Österreich scheine der Tiefpunkt erreicht: Erste Indikatoren signalisierten nicht nur einen leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch der Bautätigkeit. Eine Beschleunigung sei ab 2026 zu erwarten.

Neubau wächst stärker als Renovierung

Entgegen der häufig betonten Stärke der Renovierungsmärkte geht B+L Marktdaten davon aus, dass in den nächsten drei Jahren in ganz Westeuropa der Neubau stärker wachsen wird als die Renovierung. Diese Einschätzung basiere auf aktuellen Indikatoren wie steigenden Baugenehmigungen und stabilen Finanzierungskosten, die den Neubau begünstigen. Die Investitionsbereitschaft in Renovierungen bleibe dagegen verhalten.

Diese und weitere detaillierte Prognosen bis 2029 – differenziert nach Ländern, Gebäudetypen und den Segmenten Neubau sowie Bestand – präsentiert B+L Marktdaten auf dem Zukunftsforum am 25. Juni 2026. Die digitale Plattform biete zudem Einblicke in Trends wie Demografie, Migration, New Work und Nachhaltigkeit. Ein Vorab-Workshop am 29. Januar 2026 gebe exklusive Prognosen für die DACH-Region. Hier geht es zur Anmeldung.