Gute Aussichten für Hersteller und Fachhändler Baubranche und Fenstermarkt in Deutschland entwickeln sich positiv

Die Baubranche hat gute Entwicklungschancen in den nächsten Jahren. Diese positiven Zeichen sendet die Fachtagung Markt und Statistik des Verbands Fenster + Fassade (VFF). Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) werden die Investitionen für die energetische Gebäudesanierung in Deutschland zwischen 2014 und 2020 von 6,2 Milliarden Euro auf 12,3 Milliarden Euro steigen.

Nach Untersuchungen des Marktforshcungs-Unternehmens Heinze legt der Fenstermarkt sowohl im Neubau als auch in der Sanierung 2014 deutlich zu. - © Heinze GmbH

Bis 2030 sollen die Ausgaben laut DIW für Baumaßnahmen im Gebäudebestand um durchschnittlich 1,3 Milliarden Euro pro Jahr auf 198 Milliarden Euro steigen. Neubaumaßnahmen im Hochbau legen demnach jährlich um zirka 0,5 Milliarden Euro auf mehr als 78 Milliarden Euro zu. Gerade in den Großstädten sei eine verstärkte Bautätigkeit zu erwarten. In den ländlichen Gegenden wirke sich der Zuwachs nicht so stark aus.

Kurzfristig schwächelt der Neubau

Dr. Christian Kaiser von Heinze Marktforschung sieht den Wohnbau 2013 mit einem leichten Plus von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Nichtwohnbau geht sogar um -1,3 Prozent zurück. Für 2014 prognostiziert der Experte ein deutliches Wachstum im Wohnbau von +4,7 Prozent und der Nichtwohnbau lege ebenfalls um +2,7 Prozent zu. Grund hierfür sei das schlechte Wetter im Frühjahr 2013, durch den viele Bauvorhaben sich in das nächste Jahr verschoben hätten. 2014 profitiert der Markt demnach von Baueffekten aus dem Vorjahr. Das zeigt sich vor allem an der steigenden Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau für 2014 für Mehrfamilienhäuser (142.000, + 15,2 Prozent zu 2013). Einfamilienhäuser legen dagegen langsamer zu (120.000, + 4,6 Prozent zu 2013). Die Zahl der Gebäude mit geringerer Fensterfläche steigt demnach schneller.

Der Fenstergesamtmarkt legt 2014 deutlich zu

Nach Zahlen von Heinze legt der Fenstergesamtmarkt von 13,1 Millionen verkauften Fenstereinheiten (FE) 2013 (+ 0,9 Prozent zu 2012) im kommenden Jahr deutlich auf 13,9 Millionen FE (+ 5,7 Prozent). Besonders gut werde sich laut den Marktforschern der Neubau entwickeln: von fünf Millionen FE 2013 (+ 2,4 Prozent) steigt der Absatz in diesem Sektor 2014 auf 5,4 Millionen FE (+ 8,4 Prozent). Der Sanierungsmarkt dominiert weiterhin (2013: 8,1 Millionen FE; 2014: 8,5 Millionen FE), steigt aber mit langsamerem Tempo: 2013: + 0,1 Prozent; 2014: + 4,1 Prozent.

Weitere Informationen zur Baubranche und dem Fenstermarkt lesen Sie in der GFF-Ausgabe 11/2013, die am 4. November erscheint.