Der Fachkräftemangel ist die zentrale Herausforderung, der das Schreinerhandwerk in den nächsten Jahren gegenüberstehe, heißt es vonseiten des Fachverbands Schreinerhandwerk Bayern (FSH Bayern). Um diesem entgegenzuwirken, müsse die Ausbildung der vergangenen Jahrzehnte weiterentwickelt werden. Zudem gelte es, qualifizierte Jugendliche für den Beruf zu begeistern, denn nur so lasse sich langfristig die Struktur der handwerklichen Betriebe sichern. Diese Zielsetzung prägt die diesjährige Vergabe des Innovationspreises für das bayerische Schreinerhandwerk, den die Thalhofer OHG zusammen mit dem FSH Bayern auslobt. Der Thalhofer-Innovationspreis 2019 fasst dies mit dem Begriff Ausbilderstolz zusammen. Unternehmen waren aufgefordert, darzustellen, wie sie ihren Berufsnachwuchs unterstützen und warum sie stolz darauf sind, den Schreinernachwuchs auszubilden. Der Preis wurde im August auf dem Fachkongress Zukunftsforum Schreiner 2019 verliehen. Gewinner bei den Betrieben bis zehn Mitarbeiter ist die Schreinerei Holzer. Sie überzeugte mit ihrer Bereitschaft, nicht nur Lehrlinge auszubilden, sondern dies auch als zentrales Thema der Unternehmensphilosophie zu betrachten. Die Schreinerei Korder begeisterte die Jury als Sieger in der Betriebsgröße von mehr als zehn Mitarbeiter. Von den 57 Lehrlingen der jüngeren Vergangenheit waren mindestens 26 auf Innungsebene und darüber hinaus auf Landes- und Bundesebene als Sieger und Preisträger erfolgreich. Die Schreinerinnung Kulmbach gewann die Auszeichnung in der dritten Kategorie, sie präsentierte innovative Aktivitäten bei der Gewinnung von Nachwuchskräften und holte sich Platz eins in der Kategorie Innungen. Mit einem eigens entwickelten Kreativwettbewerb an Schulen im ganzen Landkreis weckt die Innung jedes Jahr den handwerklichen Geist der Schüler.
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