Immer wieder finden sich in den Fachmedien die Berichte von verbesserten Abstandhaltern, die Produzenten mit immer niedrigeren Psi-Werten bewerben. Aber wie ist es um die Integration des Randverbunds in die Fertigungsprozesse der Isolierglasbetriebe bestellt? GFF hat sich erkundigt.

Zirka 91 Prozent der Isoliergläser weltweit haben einen festen Abstandhalter, berichtet Clemens Macarei, Leiter Business Unit Isolierglas bei Lisec, im Gespräch mit GFF. Die restlichen neun Prozent teilen sich thermoplastische Abstandhalter (TPA) und flexible Schaumprodukte. Die Zahlen sind Grund genug, einmal zu betrachten, wie Abstandhalter in die Isolierglasproduktion integriert sind und welche Neuerungen auf die Branche zukommen. "Wir bei Lisec setzen Sortieranlagen und Roboter für das Be- und Entladen ein, damit die Logistik einwandfrei funktioniert", sagt Macarei. Das Ziel sei es, den Menschen aus der Prozesskette zu entfernen und ihm stattdessen die Rolle des Kontrolleurs zukommen zu lassen. Dies gelte u.a. auch für das Anbringen der Rahmen.
Die Automatisierung liegt im Trend
"Bei Bystronic glass sehen wir einen anhaltenden Trend hin zur integrierten Fertigung von Abstandhaltern, wie z.B. TPS (Thermo Plastic Spacers bzw. auf Deutsch thermoplastischen Abstandhaltern und abgekürzt mit TPA – Anm. d. Red.) oder flexiblen Abstandhaltern", sagt Ralf Wolter, Leiter des Bereichs Sales Engineering von Bystronic Lenhardt. Diese Fertigungsmethode bietet demnach den Vorteil, dass der Abstandhalter automatisch auf die Glastafeln aufgetragen wird und somit während des Produktionsprozesses kein manuelles Auflegen der Abstandhalterrahmen nötig ist. Und wo gibt es Verbesserungspotenzial aus Sicht der Verarbeiter? "In der Formstabilität der Abstandhalter", sagt Bernd Giesel, Leiter Produktmanagement und Produktentwicklung bei der Weru Group. Dies betreffe insbesondere große Abmessungen der zu fertigenden Isoliergläser.
Was Lisec, Weru und Bystronic glass noch zur Integration des Randverbunds in die Fertigungsprozesse der Isolierglasbetriebe zu sagen haben, lesen Sie im Wunschthema der Januarausgabe von GFF .