Die Kampfhandlungen in der Ukraine dauern an, die wirtschaftlichen Folgen sind weltweit zu spüren. In GFF 4 berichten wir, wie Branchenunternehmen mit der Situation umgehen. Aluplast beispielsweise hat seinen Standort in der Ukraine geschlossen.
Mit welchen kurzfristigen und mittelfristigen Folgen des Ukraine-Krieges rechnet Aluplast? Sei es bei der Beschaffung von Rohmaterial, sei es bei den Energiekosten, sei es beim Vertrieb?
"Mit knappen Rohstoffen und gestiegenen Preisen haben wir bereits seit vergangenem Jahr zu kämpfen. Durch sehr gute Planung konnten wir vieles bislang gut abfedern und unsere Kundenbestellungen vollständig bedienen. Wir hatten gehofft, dass sich die Preise in diesem Jahr wieder stabilisieren. Leider wird es durch den Konflikt nun nicht besser, sondern es ist damit zu rechnen, dass die Situation sich weiter verschlechtert. Die Verteuerung von Gas, Energie und den für uns wichtigen Rohstoff PVC trifft uns genauso, wie jedes andere Unternehmen. Ursprünglich geplante Rohstofflieferungen aus der Ukraine können nicht kommen."
Parallelen ziehen zu Krisen in der Vergangenheit, wie etwa dem Irak-Krieg, will Aluplast nicht.
"Man kann keinen Krieg mit einem anderen vergleichen. Ein großer Unterschied ist jedoch, dass, auch wenn die Ukraine (noch) nicht Teil der EU ist, die gesamte Profilindustrie das Land aber als Teil Europas betrachtet. Dies bedeutet, dass die ukrainischen Produktionsstätten vollständig in die europäische Lieferkette der Anbieter von Kunststoff-Fenstersystemen integriert sind. Durch das bestehende Netzwerk und die Logistik können wir die Menschen in der Ukraine mit notwendigen Gütern und Unterkünften unterstützen. Auch wir haben eine Produktionsstätte in der Ukraine. Diese haben wir nach dem Einmarsch Russlands sofort geschlossen, damit sich unsere Mitarbeiter und deren Angehörige in Sicherheit bringen können. Die Gehälter dort zahlen wir weiter. In Russland sind wir schon seit längerem nicht mehr nennenswert aktiv."
Mehr über die Folgen des Ukraine-Konflikts für Branchenunternehmen lesen Sie in GFF 4, die Ausgabe erscheint am 12. April.
