Glasklarer Erfolg Abschlussfeier für Glaser- und Fensterbauer-Gesellen in Vilshofen

Freisprechungsfeier am staatlichen beruflichen Schulzentrum Vilshofen: 15 Glaser und neun Fensterbauer haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Dreimal gab es die Traumnote 1,0.

Die frischgebackenen Junggesellen mit Lehrkräften, Schulleiter Albert Heider (hinten, 7.v.re.) und den Ehrengästen. - © Dominik Barth

Nach dreijähriger Ausbildung am staatlichen beruflichen Schulzentrum Vilshofen wurden 24 Jungesellinnen und -gesellen der Fachrichtung Glaser und Fensterbauer feierlich in das Gesellenleben entlassen.

Berufsschulleiter Albert Heider, Maria Sommerer, leitende Regierungsschuldirektorin bei der Regierung von Niederbayern, Vize-Landrat Klaus Jeggle und Bürgermeister Florian Gams würdigten die Prüfungsergebnisse der jungen Absolventen.

Hohes Niveau der Gesellenstücke

Der Landesinnungsmeister des bayerischen Glaser- und Fensterbauhandwerks Andreas Hart, gleichzeitig auch Prüfungsausschussvorsitzender, würdigte die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen: "Sie leisten mit ihren bestanden Gesellenprüfungen einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Glaser- und Fensterbauhandwerks."

In der von Oberstudienrat Tobias Stadler moderierten Feier konnten sich alle Anwesenden an den ausgestellten Gesellenstücken vom hohen Leistungsstand des Glasernachwuchses überzeugen. Zu den Gästen gehörten u.a. Pfarrer Lothar Zerrer, Schulleiterin a.D. Christina Jungwirth, Ehrenlandesinnungsmeister Siegfried Frank, Landeslehrlingswart Christoph Süß, Georg Maier von der Handwerkskammer, Michael Emmer von der Polizei, Markus Schiefl von der Sparkasse sowie alle Obermeister der bayerischen Glaserinnungen.

Rückkehr nach Vilshofen? Keinesfalls ausgeschlossen

Zum Abschluss der Freisprechungsfeier hatten die frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen eine besondere Überraschung vorbereitet: Sie dankten den Lehrkräften für deren Engagement und die Vermittlung wertvoller Kenntnisse und Erfahrungen. Vilshofen werde ihnen stets in Erinnerung bleiben, nicht zuletzt wegen der hochmodernen Ausstattung der Glaser- und Fensterbauer-Werkstätten. Viele äußerten den Angaben zufolge den Wunsch, für eine berufliche Weiterbildung an der ansässigen Meisterschule oder Fachschule für Glasbautechnik nach Vilshofen zurückzukehren, und freuen sich auf ein Wiedersehen.

Wie es die Tradition verlangt, fand die Feier ihren Ausklang mit einer vom bayerischen Landesinnungsverband des Glaser- und Fensterbauhandwerks und von der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz gesponserten bayerischen Brotzeit.

Die drei Klassenbesten (Marie Angele, Johannes Fischer und Jan Pfister) blicken in der folgenden Galerie auf Ihre Zeit in Vilshofen zurück:

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    Marie Angele (19 Jahre), Glaserin aus Lindau am Bodensee, Glaserei Nuber: "Die Ausbildung zur Glaserin hat mir sehr gut gefallen und ich bin dankbar für die vielen Dinge, die ich gelernt habe. Meine Schulzeit in Vilshofen a. d. Donau werde ich immer in guter Erinnerung behalten. Ich freue mich darauf, als Glaserin zu arbeiten und mich beruflich fortzubilden."
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    Johannes Fischer (29 Jahre), Glaser aus Ammergau, Glaserei Leonhard Fischer: "Ich bedanke mich bei allen Lehrkräften für die Unterstützung während meiner Zeit als Auszubildender. Durch die moderne Einrichtung unserer neuen Berufsschule hatte ich die Möglichkeit, modernste Glasbearbeitungstechniken kennenzulernen. Der Werkstoff Glas wird mich auch in der Zukunft beruflich begleiten. Nach ein paar Jahren Praxiserfahrung habe ich vor, mich eventuell mit den Meisterkurs beruflich fortzubilden."
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    © Dominik Barth
    Jan Pfister (20 Jahre), Arnstein, Scheuring Fenster GmbH: "Meine Lehre als Fensterbauer/Glaser habe ich mit 17 Jahren angetreten. In dieser Zeit gab es viele Höhen und Tiefen hier in Vilshofen, aber durch die entstandene Gemeinschaft und den Umgang der Lehrer mit uns Schülern war diese Zeit genau richtig, wie sie war, und ich möchte sie nicht missen. Rückblickend habe ich hier nicht nur für meinen Beruf, sondern auch fürs Leben viel gelernt. Dementsprechend habe ich mich entschieden, diesen Beruf weiter auszuüben und nach ausreichender Erfahrung für den Techniker oder Meisterkurs zurückzukommen."