Doppeltes Jubiläum Veka bleibt in Familienhand

Elke und Andreas Hartleif feiern ihr 30. Jubiläum an der Spitze von Veka – und haben den Profilsystemgeber zum Weltmarktführer geformt. Jetzt steigt die dritte Familiengeneration ins Unternehmen ein.

Mit Lukas Hartleif (re.) ist in diesem Jahr die dritte Generation in das Familienunternehmen eingetreten, während seine Eltern Andreas und Elke Hartleif auf ihre 30-jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken. - © Veka

Das Ehepaar Hartleif trat im Jahr 1996 in die Veka ein – Andreas Hartleif als Bereichsleiter Konzernplanung und Revision, Elke Hartleif als Personalleiterin. Firmengründer Heinrich Laumann holte damit seine Tochter und seinen Schwiegersohn ins Unternehmen und legte den Kurs als unabhängiges Familienunternehmen fest. Bereits ein Jahr später rückten beide in den Vorstand auf. Seit dem Jahr 2007 führt Andreas Hartleif den Vorstand als Vorsitzender, Elke Hartleif verantwortet den Bereich Personal.

Vom Kleinbetrieb zum Weltmarktführer

Unter der Führung des Ehepaars entwickelte sich Veka nach eigenen Angaben vom regionalen Kleinbetrieb zum weltweit führenden Systemgeber für Kunststoff-Profilsysteme für Fenster, Türen und Rollläden. Zu den Meilensteinen dieser Entwicklung zählt die Übernahme des Kunststofffenstersystemgebers Gealan im Jahr 2014. Kurz darauf überschritt die Veka-Gruppe die erste Umsatzmilliarde.

Das Portfolio verbreiterte das Unternehmen durch gezielte Ausgründungen – etwa des Oberflächenspezialisten Celotec und von DBS Digital Building Solutions – sowie durch die Übernahme des Aluminium-Systemherstellers Procural. Auch beim PVC-Recycling nimmt Veka nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle ein.

Im vergangenen Jahr übernahm die Laumann-Gruppe, deren Ursprung und Kern Veka bildet, die britische Epwin Group, einen führenden Bauelemente-Hersteller im Vereinigten Königreich. Damit durchbrach die Gruppe die Zwei-Milliarden-Euro-Marke beim Umsatz und wuchs auf zirka 10.000 Beschäftigte weltweit. Veka selbst erwirtschaftete im Jahr 2025 mit 7.000 Mitarbeitenden an 53 Standorten einschließlich 22 Produktionswerken auf vier Kontinenten einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro.

Neubau am Stammsitz Sendenhorst

Der aktuell schwierigen Marktsituation mit geopolitischen Krisen, hohen Energiepreisen und volatiler Baukonjunktur begegnet Veka nach Unternehmensangaben mit stetigen Weiterentwicklungen, Projekten und Prozessverbesserungen in allen Bereichen. Am Stammsitz Sendenhorst entsteht derzeit ein Neubau mit zusätzlichen Büros und Schulungsräumen, einem Systemtechnikum, einer Kantine sowie einem begrünten Innenhof. Veka demonstriere damit seine starke Verbundenheit zum Standort als Hauptquartier und Kompetenzzentrum der Unternehmensgruppe. Ab dem Jahr 2027 soll die Belegschaft auch räumlich wieder näher zusammenrücken, wenn derzeit weiter entfernt tätige Kolleginnen und Kollegen in das Herz des Hauptsitzes zurückkehren.

Dritte Generation steigt ein

Dass Veka trotz seiner Dimensionen den Charme eines Familienunternehmens bewahrt hat, zeigt sich nach Herstellerangaben unter anderem am deutlichen Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – ein Thema, das Elke Hartleif als Personalvorständin und Mutter von drei Kindern stets als großes Anliegen begleitet habe.

Im Februar 2026 stieg Lukas Hartleif, der 29-jährige Sohn des Ehepaars, ins Unternehmen ein. In den ersten Monaten arbeitete er als Assistent des Vorstands Finanzen und wechselte anschließend in den Bereich internationaler Vertrieb. Mit ihm rückt die dritte Generation nach. "Veka war, ist und bleibt ein Familienunternehmen", sagen Elke und Andreas Hartleif.